DESIGNIKONEN WEITERENTWICKELTNew_Patrol_1
  • Frischer und zeitgemäßer Look ohne Leugnung der Off-Road-Wurzeln
  • Dreiteiliger, verchromter Kühlergrill mit schräg angewinkelten Streben
  • Asymmetrisch geteilte Heckflügeltüren und außen befestigtes Reserverad

„Mit dem Exterieur-Design haben wir dem Patrol ein zeitgemäßes und modernes Aus-sehen ohne Leugnung seiner Off-Road-Wurzeln verpasst“, betont Shiro Nakamura, Designdirektor der Nissan Motor Company. „Dabei wurden die typischen ‚Designikonen‘ der Modellreihe weiterentwickelt, um das Auto insgesamt noch solider wirken zu las-sen.“

Der Frontstoßfänger des Patrol ist harmonisch in die gesamte Bugpartie integriert und beherbergt zum Schutz vor Steinschlag leicht zurückversetzt installierte Nebelschein-werfer (Serie ab SE). Der horizontale, untere Lufteinlass sieht nicht nur attraktiv aus, sondern fördert auch viel Luft in Richtung Motor. Im Hinblick auf den Geländeeinsatz ist die Stoßstange zudem im mittleren Teil leicht hochgezogen.

Frontscheinwerfer in Hufeisenform
Oberhalb des Stoßfängers schließt der dreiteilige, im aktuellen Nissan-4x4-Design ge-haltene und verchromte Kühlergrill an. Dessen wichtigste Elemente sind das zentral angebrachte Nissan-Logo, die schräg angewinkelten Streben und das Honigwaben-artige Grillgitter. Die Klarglasscheinwerfer wirken in ihrem Aufbau dreidimensional, wo-bei die Hufeisen-förmigen Hauptscheinwerfer optisch besonders hervorstechen. Die Motorhaube ist exakt in der Breite des Grills leicht nach oben ausgeformt.

Integrierte Trittstufen für einen bequemen Einstieg nach innen
In der Seitenansicht fallen neben den kräftig wirkenden Ausbuchtungen der Radhäuser die ab der XE+ -Version installierten Trittstufen ins Auge. Sie erleichtern das Ein- und Aussteigen.

Dank der asymmetrisch geteilten Heckflügeltüren (1/3 : 2/3) lassen sich auch unter beschränkten Platzverhältnissen Gegenstände aller Art bequem im Gepäckraum verstauen. Beim fünftürigen Patrol reicht das Gepäckraumvolumen von 183 bis 2.226 Liter, der Dreitürer bietet 308 bis 1.652 Liter Fassungsvermögen (jeweils nach VDA-Norm). Das Kofferraumabteil ist so ausgelegt, dass ein Mountainbike oder mehrere große Koffer in aufrechter Position Platz finden.

Reserverad-Abdeckung aus Hartplastik beim LE
Die Hartplastik-Abdeckung für das an der rechten Türhälfte befestigte Reserverad ist eine Spezialität des Topmodells Patrol LE. Alle anderen Modelle verwenden stattdessen eine Hülle aus elastischem Kunststoffmaterial.

DAS BESTE AUS ZWEI WELTENNew_Patrol_12

  • Instrumententräger mit „Soft-touch“-Oberflächen
  • Zweifarbiger Interieur-Trim mit Alu- und Holzapplikationen
  • Variabler Innenraum mit zahlreichen Sitzkonfigurationen

Weltweit ist der Patrol als hartes Arbeitspferd und authentischer 4x4 bekannt. Doch auch wenn er eines der weltweit robustesten Allradfahrzeuge ist, mutet der Patrol sei-nem Besitzer keinen spartanisch eingerichteten Innenraum zu. Ganz im Gegenteil: Das Interieur präsentiert sich in logischer Anordnung sowie mit ergonomisch korrekt platzier-ten Bedienelementen und qualitativ hochwertigen Materialien.

Alle den Insassen zugewandten Flächen sind mit weichem, griffsympathischem „Soft-touch“-Material bezogen. Der Instrumententräger ist zweifarbig gestaltet, wobei der obere Teil zur Vermeidung von Lichtreflexionen durchgehend in Dunkelgrau gehalten ist. Zur Wahl stehen eine Innenraumfarbe mit zwei unterschiedlichen Grautönen oder eine Grau-Beige-Kombination, genannt „Ecru“ (nur für Patrol LE mit fünf Türen).

Exakt im Blickfeld des Fahrers liegt das aus vier klar gezeichneten Runduhren beste-hende Kombi-Instrument. Die im klassischen Design (weiße Zahlen und Skalen auf schwarzem Grund) gestalteten Analog-Anzeigen für Drehzahl, Geschwindigkeit, Motor-temperatur und Kraftstoffmenge lassen sich auf einen Blick ablesen. Dezente Chrom-ringe um jede der vier Anzeigen und die ebenfalls in Chrom gehaltenen Türinnengriffe spenden einen Hauch Luxus.

Optionales Birdview-DVD-Navigationssystem
Die Mittelkonsole beherbergt die Kontrollregler für die serienmäßige Klimaanlage, das Audio- (ab XE+) und das optionale Birdview-DVD-Navigationssystem. In den Ausstat-tungsvarianten XE und XE+ wird die Optik durch sportliche Alu-Applikationen aufgewer-tet; im Patrol SE und LE schaffen zusätzlich verlegte Holzeffekt-Einlagen eine warme und luxuriöse Atmosphäre.

An Ablagen mangelt es im Patrol nicht: Neben einem geräumigen, abschließbaren Handschuhfach und großen Türtaschen steht die sowohl als Armablage wie Staufach nutzbare Konsole zwischen den Vordersitzen zur Verfügung. Ist kein Navigationssystem installiert, wird der Einbauraum für ein weiteres Staufach mit Abdeckklappe genutzt.

Top-Versionen mit integriertem Sechsfach-CD-Wechsler
Zum Audiosystem: Nissan rüstet schon den Patrol XE ab Werk mit einer Radiovorrüs-tung samt elektrischer Antenne und zwei Lautsprechern aus. In der XE+ -Version kön-nen sich Musikfreunde bereits über eine Radio-CD-Kombination und vier Lautsprecher freuen. Der Patrol SE kommt serienmäßig in den Genuss einer Radio-Kassetten-Kombination mit sechsfach-CD-Wechsler (einfaches CD-Laufwerk bei Modellen mit Navigationssystem) und sechs Lautsprechern. Die Topvariante LE schließlich ist bereits mit dem DVD-Birdview-Navigationssystem und einer Radio-CD-Kombination ausgestat-tet.

Erstmals bezieht Nissan im Patrol SE die Sitze mit hochwertigem Wildleder. Mit einer traditionellen Lederausstattung wartet dagegen der LE auf.

Die Einzelsitze im Heck sind seitlich hochklappbar
Der fünftürige Patrol bietet bis zu sieben Personen Platz. Werden die beiden hinteren Einzelsitze nicht gebraucht, lassen sie sich mit wenigen Handgriffen seitlich hochklap-pen. Die Sitzbank in der zweiten Reihe ist im Verhältnis 50:50 geteilt umklappbar und beim Fünftürer zusätzlich in der Länge verstellbar. So ergeben sich für den langen Sie-bensitzer eine Vielzahl möglicher Sitzarrangements.

COMMON-RAIL-TECHNIK FÜR DEN DIESELNew_Patrol_11

  • Vierzylinder-Turbodiesel mit 3,0 Liter Hubraum leistet 118 kW/160 PS
  • Abgaseinstufung nach Euro 4 und mehr Durchzug aus mittleren Drehzahlen
  • Modernes Motorraumdesign unterstreicht neue Technik auch optisch

Herz des Nissan Patrol ist sein durchzugskräftiger Turbodiesel mit Direkteinspritzung. Für den Patrol des Modelljahrgangs 2007 hat das Unternehmen den intern unter der Bezeichnung ZD30 laufenden Vierzylinder nochmals modifiziert. Zentrale Maßnahme war die Umstellung des Direkt-Einspritzsystems von der bisherigen Verteilereinspritz-pumpe auf eine zeitgemäße Common-Rail-Anlage samt Dieselvorwärmsystem. Damit erfüllt der unverändert 118 kW (160 PS) starke Selbstzünder nicht nur die Euro-4-Abgasnorm, sondern läuft auch noch bis zu einem dB(A) leiser. Speziell im mittleren Drehzahlbereich bietet er dank einer leicht modifizierten Drehmomentkurve zudem auch noch mehr Duchzugskraft. So beschleunigt die Version mit Handschaltgetriebe von
100-120 km/h im fünften Gang acht Prozent schneller; von 40-80 km/h im vierten Gang beträgt der Zeitvorteil immerhin vier Prozent. Die Höchstgeschwindigkeit liegt unverän-dert bei 160 km/h.

Das maximale Drehmoment von 380 Nm (Automatik: 354 Nm) bei 2.000/min stellt vor allem zwischen 1.500 und 2.500 Umdrehungen – dem Bereich, in dem ein moderner Common-Rail-Turbodiesel in der Regel arbeitet – den größten Kraftdurchzug bereit. Bezahlt macht sich die bullige Leistungsentfaltung vor allem beim Einsatz im Gelände, wo große Elastizität und sanfte Kraftentfaltung aus niedrigen Drehzahlen besonders hilfreich sind.

Verantwortlich für das optimale Leistungsprofil ist das M-Fire (Modulated Fire)-Verbrennungssystem, eine von Nissan patentierte Technik, die mit drei sich gegenseitig ergänzenden Faktoren das Potenzial des Motors positiv beeinflusst:

Duales Ansaugsystem
Jeder der vier Zylinder des ZD-30-Aggregates besitzt zwei Ansaugkanäle. Die Ausle-gung einer der beiden als Drallkanal versetzt im Teillastbetrieb die einströmende Luft in eine spiralförmige Bewegung, die ein optimales Luft-/Kraftstoffgemisch fördert. In diesen Luftdrall wird der Kraftstoff direkt eingespritzt. Erst bei Volllast gibt ein zuvor geschlos-senes Steuerventil den zweiten Kanal zusätzlich frei, so dass größere Luftmengen in die Brennkammer gelangen können. Vorteil des dualen Ansaugsystems ist eine starke Reduktion von Ruß und unverbrannten Kohlenwasserstoffen (HC).

Verzögerter Einspritzzeitpunkt
Gewöhnlich beginnt bei Dieselmotoren die Einspritzung des Kraftstoffs deutlich vor dem Zeitpunkt, zu dem der Kolben seine höchste Stellung („oberer Totpunkt“) erreicht hat. Anders beim Motor des Patrol, der eine stufenweise Injektion vornimmt. Zunächst wird noch vor Erreichen des OT eine geringe Menge Diesel voreingespritzt. Die Hauptein-spritzung jedoch verzögert M-Fire so lange, bis der Kolben bereits wieder nach unten fährt. Effekt: Da der Druck in der Brennkammer wieder abfällt, entzündet sich der Kraft-stoff nicht sofort, sondern hat noch etwas Zeit, sich besser zu verteilen. Folge ist ein homogeneres Kraftstoff/Luftgemisch, das ebenfalls rußärmer verbrennt.

Elektronisch geregelte Abgasrückführung
Die für das Common Rail-Triebwerk nochmals erhöhte Abgasrückführ-Menge bewirkt, dass die Verbrennung des Gemischs nicht schlagartig abfällt, sondern weicher und auf niedrigerem Temperaturniveau abläuft. Das elektronisch geregelte EGR-System dosiert die Menge des zurückgeführten Abgases unter allen Betriebszuständen exakt und hilft, sowohl die NOx-Emissionen (Stickoxide) als auch das Verbrennungsgeräusch zu sen-ken.

Der Kraftstoffverbrauch beträgt unverändert 10,8 Liter/100 Kilometer, was mit dem 95 Liter Tank im Patrol zu erstaunlichen Reichweiten führt.

Die Wachablösung unter der Motorhaube hat Nissan übrigens auch noch einmal optisch dokumentiert: In Form eines attraktiven Zylinderkopfdeckels mit vier angedeuteten Auslasskanälen und einem bündig eingefassten, waagerecht liegenden Ladeluftkühler.

HOHE NEHMERQUALITÄTENNew_Patrol_8

  • Robustes Leiterrahmen-Chassis mit ungeteilten Achsen
  • Zuschaltbarer Allradantrieb samt Geländeuntersetzung
  • Freilaufnaben und zuschaltbarer Querstabilisator

Auch wenn der Umgang mit dem Patrol in den letzten Jahren immer komfortabler ge-worden ist, hat Nissan die Kernstärken der Baureihe nie angetastet. Das oberste Motto lautet wie gehabt: Keine Kompromisse bei der Allradtechnik und der daraus rührenden hohen Geländetauglichkeit. Nur so wahrt der Patrol seinen Ruf als eines der robustes-ten 4x4-Fahrzeuge auf diesem Globus.

Trotz des wertigen und an Pkw orientierten Interieurs ist der Patrol Anno 2007 so robust und kompetent wie immer. Denn die klassische Bauweise mit einer auf einem verwin-dungssteifen Leiterrahmen montierten Ganzstahlkarosserie ließ Nissan ebenso wie den Antriebsstrang unangetastet. Noch immer klettert der Patrol wie eine Bergziege bis zu 39 Grad steile Hänge hinauf, watet ohne sich zu verschlucken durch 70 Zentimeter tiefes Wasser und nimmt Lasten bis maximal 3,5 Tonnen (Automatikversion 2,5 Ton-nen) ins Schlepptau. Auch die Böschungswinkel (bis zu 37,5 Grad vorn, bis zu 31 Grad hinten) zeugen von seinen Nehmerqualitäten.

Die ungeteilten Achsen gestatten eine maximale Achsverschränkung, während lange Federwege und eine großzügige Bodenfreiheit die Kraxelkünste weiter fördern.

Anpassungsfähiger Antriebsstrang mit Geländeuntersetzung
Im normalen Fahrbetrieb – sprich auf Asphaltpisten – fährt der Patrol mit Heckantrieb. Sowohl das Automatik-Modell (SE und LE) als auch die Version mit manuellem Fünf-ganggetriebe sind mit einem zweistufigen Verteilergetriebe ausgestattet, das per Wähl-hebel die Aktivierung des Allradantriebs (4 H) und einer niedrigeren (Gelände-) Unter-setzung (4 L) ermöglicht. Die Umstellung auf den 4-H-Modus ist bis zu einer Geschwin-digkeit von 40 km/h auch während der Fahrt möglich.
Die elektronisch gesteuerte Automatik-Einheit hat eine Kraftstoff-sparende „Overdrive“-Übersetzung sowie zwei spezielle Schaltprogramme („Power“ für zügige Fahrweise und „Hold“ für Winterfahrbetrieb). Bei Bedarf kann der Patrol-Fahrer sowohl die erste als auch die zweite oder dritte Stufe des Automatikgetriebes arretieren (so genannte „Shift-lock“-Funktion) – um so die kraftvolle Motorbremse des Turbodiesels voll zu nutzen.

Ein Sperrdifferenzial mit begrenztem Schlupf oder eine zuschaltbare Hinterachs-Differenzialsperre (ab XE+) steigern die Geländegängigkeit weiter. Die 100-prozentige Sperre sorgt für eine starre Verbindung der Hinterräder, was bestmögliche Traktion auch im schweren Gelände ermöglicht.

Elektrisch abschaltbarer Hinterachsstabilisator
Des Weiteren wartet der Nissan Patrol (ebenfalls ab XE+) als erster Geländewagen überhaupt mit einem elektrisch zu- und abschaltbaren Hinterachsstabilisator auf. Bei Fahrten auf normalem Straßenuntergrund ist der Stabilisator zugunsten einer hohen Wanksteifigkeit und eines Pkw-ähnlichen Fahrverhaltens aktiv. Geht es in schweres Terrain lässt er sich per Knopfdruck vom Cockpit aus abschalten.

Eine weitere Innovation des Patrol sind die vorderen Freilaufnaben. Von dem verringer-ten Rollwiderstand beim Fahren mit Heckantrieb profitieren Verbrauch und Verschleiß gleichermaßen. Schaltet der Fahrer den Frontantrieb zu, werden die Freilaufnaben sofort automatisch aktiviert.

Ungeachtet aller jüngeren Modifikationen an der Außenhaut sind die Hauptabmessun-gen des Patrol identisch geblieben. Das dreitürige Modell mit kurzem Radstand ist 4.575 Millimeter lang, 1.940 Millimeter breit und 1.840 Millimeter hoch. Die entspre-chenden Werte für den Fünftürer lauten 5.145, 1.940 und 1.855 Millimeter.

Zum Sicherheitspaket des Patrol gehören Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags in den Lehnen der Vordersitze (ab XE+), Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer für die Vor-dersitze, höhenverstellbare Kopfstützen auf allen Außenplätzen und ein ABS.

PATROL: AUS DER NOT GEBORENNew_Patrol_9

  • 1951: Der erste Patrol wird als „4W60“ vorgestellt
  • 1960: Die legendäre 60er-Serie geht an den Start
  • 1980: Patrol 160 – die dritte Generation erscheint
  • 1983: Beginn der Patrol-Produktion in Spanien
  • 1989: Vierte Generation wird eingeführt
  • 1998: Debüt der fünften Generation
  • 2000: M-Fire-Vierzylinder-Turbodiesel als neuer Antrieb
  • 2004: Große Modellüberarbeitung bringt noch mehr Luxus

Die „Geburt“ des Patrol entsprang einer militärischen Notwendigkeit. Während des Zwei-ten Weltkriegs hatten die Amerikaner den Bedarf eines kompakten und leichtgewichti-gen, zugleich aber robusten Allradfahrzeugs erkannt. Es sollte vier Soldaten zuverlässig durch alle nur denkbaren Geländeformationen befördern. Ein Regierungsauftrag zur Entwicklung eines solchen Mobils erging an die heimische Automobilindustrie – heraus kam der legendäre „Willys Jeep“. Er sollte als Blaupause für viele ähnliche 4x4-Fahrzeuge dienen, darunter auch für den englischen Land Rover.

Der erste Patrol kann militärische Vorbilder nicht leugnen
Japan befand sich zu dieser Zeit noch in der Phase des Wiederaufbaus; viele Straßen waren nur schwer zu befahren oder wurden gerade erst gebaut. 1951 unterzeichnete Nissan in Amerika einen Vertrag zur Lizenzfertigung eines eigenen Modells auf Jeep-Basis. Auch in Nippon ging es darum, die Landwirtschaft wieder anzukurbeln. So kam der Urvater aller Patrol, intern 4W60 genannt, auf die Straße. Seine offene, kastenförmi-ge Karosserie ähnelte zwar noch stark dem US-Vorbild, doch übertrumpfte der Japaner das Original in puncto Motorleistung deutlich. Denn statt eines asthmatischen Vierzylin-ders mit 60 PS schickte ein 3,6 Liter großer Sechszylinder 85 PS an die beiden An-triebsachsen. 1958 stellte Nissan dem hartgesottenen Kraxler erstmals eine Station-Wagon-Variante mit acht Sitzplätzen zur Seite. Die Leistung des inzwischen auf 4,0 Liter vergrößerten Motors stieg auf zunächst 92, später 105 und mit der Einführung hängen-der Ventile auf 125 PS an.

1960 führte Nissan die legendäre 60er-Serie ein – das erste Modell, das auch offiziell „Patrol“ hieß. Es war zugleich die erste Generation, die mit einer eleganteren Frontpartie die militärische Vergangenheit vergessen machte. 1974 überschritt die Jahresproduktion im Werk Oppama erstmals die 10.000er-Marke; bis zum Produktionsende 1982 hatte Nissan über 170.000 Einheiten verkauft. Ein um so erstaunlicheres Ergebnis, wenn man bedenkt, dass dieser Patrol trotz respektabler Verkäufe in Südamerika (speziell Argenti-nien) seine Kunden zum überwiegenden Teil in Japan fand. Einige wenige Exemplare fanden den Weg in die Schweiz, jedoch noch nicht nach Deutschland.

Produktion der dritten Generation als Patrol „Ebro“ in Spanien
Das änderte sich schlagartig mit der dritten Generation, intern „160“ genannt. Sie kam 1980 und wurde von Beginn an auch in Europa vermarktet. Damit nicht genug, begann Nissan 1983 unter der Bezeichnung Patrol „Ebro“ die Produktion in Spanien. Die Kunden hatten die Wahl zwischen zwei Motoren: einem 88 kW/120 PS starken 2,8-Liter-Benziner und einem 70 kW/95 PS starken Diesel mit 3,3 Liter Hubraum. Schon damals selbstver-ständlich waren eine Servolenkung und ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Das Design hatte sich weiterentwickelt, doch behielt der Patrol seine leicht zu produzierende und einfach zu reparierende Chassis- und Karosseriekonstruktion bei.
Mit den Vorgängern gemein hatte die 160er-Reihe vor allem ihre Langlebigkeit. Unge-achtet einiger kleinerer Facelifts und regelmäßiger technischer Aufwertungen blieb der Patrol 160 bis 1989 in Produktion – um dann dem Patrol GR die Bühne zu überlassen.

Der Patrol GR erfüllt auch Komfortwünsche
Der GR war Nissans Antwort auf die wachsende Nachfrage nach Off-Roadern, die auf asphaltierten Straßen durch Pkw-ähnliche Eigenschaften überzeugen konnten. Mit sepa-ratem Leiterrahmen-Chassis, kurzem und langem Radstand und einer nahezu unzer-störbaren Technik blieb dieser „Macho mit Charme“ zwar dem Urkonzept treu, erweiterte jedoch das Einsatzspektrum durch mehr Komfort und ein Fahrwerk, an dem Schrauben-federn die Blattfedern ersetzten. Zusammen mit Scheibenbremsen an allen vier Rädern und zwei Sechszylindern – 2,8-Liter-Turbodiesel und 4,2-Liter-Benziner – war der Patrol GR insgesamt leichter und genussvoller zu fahren.

Als natürliche Weiterentwicklung des Grundkonzepts durfte die zweite GR- und insge-samt fünfte Patrol-Generation von 1998 gelten. Die Baureihe „Y61“ war mit ihrer mutig gestylten Frontpartie und den markanten Radhaus-Verkleidungen der bis dato attraktivs-te Patrol.

2004er-Modell bot mehr als nur ein Facelift
Auf diesem Modell baute die im Herbst 2004 vorgestellte jüngste Modellfamilie auf, die weitaus mehr als nur ein Facelift darstellte und das Zusatzkürzel „GR“ abschüttelte. So entwickelte Nissan unter anderem den im Jahr 2000 im Patrol neu eingeführten 3,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit Direkteinspritzung per Verteilereinspritzpumpe (Bosch VP 44) weiter. Noch umfangreicher fielen die Änderungen an der Außenhaut und im Innen-raum aus, wo die Kunden ab sofort einen noch größeren Bedien- und Fahrkomfort ge-nossen.

Ansonsten machte auch der bis dahin jüngste Patrol da weiter, wo sein Vorgänger auf-hörte: Seine Off-Road-Tugenden bleiben legendär, er ist bis heute noch immer die erste Wahl für Menschen mit einem Hang zum ernsthaften Abenteuer. Ein Original, ein au-thentischer 4x4 – eben einer der letzten seiner Art.

VIER MAL PATROLNew_Patrol_4

  • Varianten XE, XE+, SE und LE eröffnen große Wahlmöglichkeiten
  • 17 Zoll-Leichtmetallfelgen und Klimaautomatik ab SE-Niveau
  • Topversion LE mit Navigationssystem und fester Reserveradabdeckung

In vier statt früher drei Ausstattungsstufen bringt Nissan seit Februar 2007 den Patrol in Deutschland auf den Markt. Die neue Nomenklatur mit den Kürzeln XE, XE+, SE und LE hat das Unternehmen erstmals beim Patrol eingeführt, sie soll nach und nach für alle Offroad-Fahrzeuge der Marke übernommen werden.

Schon in der an schwarzen Stoßfängern zu erkennenden XE-Version (entspricht dem ehemaligen Patrol Profi) kommt der japanische 4x4-Klassiker in den Genuss einer Kli-maanlage, elektrisch einstell-, beheiz- und einklappbarer sowie in Wagenfarbe lackierter Außenspiegel sowie eines Fahrer- und eines Beifahrer-Airbags. Er steht auf 16 Zoll-Stahlfelgen.

In XE+Ausstattung (ehemals Comfort) kommen seitliche Trittstufen, elektrische Fens-terheber (beim 5-Türer auch im Fond), eine zuschaltbare Differenzialsperre an der Hin-terachse, der zu- und abschaltbare hintere Stabilisator, zusätzliche Seitenairbags in den Vordersitzlehnen, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und eine Radio/CD-Kombination mit vier Lautsprechern hinzu.

Die Variante SE (ehemals Elegance) präsentiert sich bereits regelrecht luxuriös. Mit
17-Zoll-Leichtmetallfelgen und Reifen der Dimension 275/65 R17, Nebelscheinwerfern, Lederummantelungen für Lenkrad und Schaltknauf, Sitzbezügen in Wildleder, einer Mittelkonsole in Holz- und Aluminiumoptik sowie in Wagenfarbe lackierten Türgriffen, Stoßfängern und Kotflügelverbreiterungen fährt er optisch eindrucksvoll vor. Eine Kli-maautomatik, ein digitaler Kompass mit integrierter Außentemperaturanzeige, eine Radio-Kassetten-Kombination mit Sechsfach-CD-Wechsler und sechs Lautsprechern und eine Geschwindigkeitsregelanlage bieten angemessenen Komfort.

Die als vierte Ausstattungslinie neu hinzugekommene High-end-Version Patrol LE ver-fügt darüber hinaus über das ansonsten aufpreispflichtige DVD-Navigationssystem, ein elektrisches Glas-Hub-Schiebedach, eine feste Reserveradabdeckung aus Hartplastik, eine Sitzheizung für die elektrisch einstellbaren Vordersitze (nur 5-Türer), ein Holz/Leder-Lenkrad mit Bedientasten für das Audiosystem sowie elektrisch einstellbare und beheizbare Vordersitze (nur Fünftürer). Eine Vollleder-Ausstattung in Schwarz oder Ecru (nur für 5-Türer) sorgt für ein sehr gediegenes Ambiente.

Neun Außenfarben und denkbar kurze Aufpreisliste
Die Farbpalette für den Patrol umfasst neun verschiedene Töne – darunter die neue und besonders auffällige Farbe Brownish Orange Metallic, die anstelle von Baligrün-Metallic neu ins Programm genommen wurde.

Die einzigen für den Patrol verfügbaren Sonderausstattungen sind neben dem Navigati-onssystem (gegen Aufpreis für den Patrol SE) das Automatikgetriebe sowie eine Metal-lic- oder Mineraleffektlackierung.


NISSAN PATROL XE
Serienausstattung

Außenausstattung

  • Halogen-Hauptscheinwerfer
  • schwarze Stoßfänger
  • Rückfahrscheinwerfer
  • Nebelschlussleuchte
  • Verbundglasfrontscheibe
  • getönte Scheiben rundum
  • zwei beheizbare und elektrisch einstellbare Außenspiegel
  • zweistufige Frontscheiben-Wisch-Waschanlage mit Intervallschaltung
  • Heckscheiben-Wisch-Waschanlage
  • verchromter Kühlergrill
  • Abschlepphaken vorn und hinten
  • heizbare Heckscheibe mit Zeitschaltung
  • Heckflügeltüren zu 1/3 und 2/3 geteilt
  • elastische Reserveradabdeckung

Technische Ausstattung

  • elektrische Leuchtweitenregulierung
  • zuschaltbarer Vorderradantrieb
  • selbstständig sperrendes Differenzial mit begrenztem Schlupf an der Hinterachse
  • automatische Freilaufnaben an der Vorderachse (zusätzlich manuell sperrbar)
  • drehzahlabhängige Servolenkung
  • höheneinstellbare Lenksäule
  • Radiovorbereitung mit automatischer Antenne und zwei Lautsprechern
  • elektronische Wegfahrsperre

Sicherheitsausstattung

  • Fahrer- und Beifahrerairbag
  • Flankenschutz in den Türen
  • verformbare Instrumententafel
  • Sicherheitslenksäule
  • Dreipunkt-Automatik-Sicherheitsgurte vorn mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern, höheneinstellbar
  • Dreipunkt-Automatik-Sicherheitsgurte hinten
  • höheneinstellbare Kopfstützen auf allen Außenplätzen
  • elektronisches Dreikanal-ABS mit zusätzlichem Beschleunigungssensor
  • dritte Bremsleuchte
  • Kindersicherung an den hinteren Türen
  • schwer entflammbare Polsterstoffe und Innenraumauskleidung

Instrumentierung

  • Digital-Quarzuhr
  • Drehzahlmesser
  • Tageskilometerzähler
  • Kraftstoff- und Kühlwassertemperaturanzeige
  • akustische Warnanzeige für nicht ausgeschaltetes Licht
  • Warn- und Kontrollleuchten für
    • angezogene Handbremse
    • Bremsflüssigkeitsstand
    • ABS
    • Wegfahrsperre
    • Öldruck
    • Batterieladung
    • Kraftstoffreserve
    • nicht geschlossene Türen
    • zuschaltbaren Allradantrieb
    • nicht angelegten Fahrer-Sicherheitsgurt
    • Airbag
    • Nebelschlußleuchte
  • Innenausstattung
  • Liegesitze vorn
  • höheneinstellbarer Fahrersitz
  • einstellbare Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz
  • Stoffsitzbezüge
  • geteilte Rückbank, 50:50
  • zwei seitlich klappbare Sitze in der dritten Reihe (nur Fünftürer)
  • zwei seitlich ausklappbare Armlehnen im Fond (nur Dreitürer)
  • Mittelkonsole in Alu-Optik
  • verchromte Türinnengriffe
  • manuelle Klimaanlage
  • Handschuhfach mit Deckel
  • Gepäckraumabdeckung
  • Innenraumbeleuchtung
  • Kofferraumbeleuchtung (nur Fünftürer)
  • beleuchteter Zigarettenanzünder und Aschenbecher vorn
  • Aschenbecher im Fond
  • beleuchtete Heizungsschalter, Bedienschalter und Lüftungsarmaturen
  • vierstufiges Heiz- und Frischluftgebläse mit Smogschaltung und Zwangsentlüftung
  • Defrosterdüsen für Front- und Seitenscheiben
  • zwei Sonnenblenden mit beleuchtetem Make-up-Spiegel auf der Beifahrerseite
  • abblendbarer Sicherheitsinnenspiegel
  • Armlehnen an allen Türen
  • Ablagetasche an der Rückenlehne des Fahrersitzes
  • Ablagefächer in den Türen vorn
  • Konsole zwischen den Vordersitzen mit Ablagefach, Becherhalter und Deckel
  • vier Becherhalter im Fond (nur Dreitürer)
  • Heizungsdüsen im Fond
  • Tankdeckelfernentriegelung
  • Teppichboden im Innenraum
  • 12-Volt-Anschluss im Gepäckraum
  • Befestigungshaken im Laderaum
  • Werkzeugset

auf Wunsch gegen Aufpreis:

  • Metallic- oder Mineraleffektlackierung

April 2007

NISSAN PATROL XE+
Serienausstattung (zusätzlich zum Patrol XE)

Außenausstattung

  • schwarze Kotflügelverbreiterungen
  • Aluminium-Trittstufen auf beiden Seiten

Technische Ausstattung

  • 100%ige Differenzialsperre an der Hinterachse (Entfall Sperrdifferenzial mit begrenztem Schlupf)
  • elektrisch zu- und abschaltbarer Stabilisator an der Hinterachse
  • Radio-/CD-Kombination mit vier Lautsprechern
  • elektrische Fensterheber vorn (Fünftürer vorn und hinten) mit Komfortschaltung in der Fahrertür
  • Türzentralverriegelung mit Funkfernbedienung sowie Anti-Hijack-System

Sicherheitsausstattung

  • Kopf-Seitenairbags in den Lehnen der Vordersitze

Instrumentierung

  • Warn- und Kontrolleuchten für Differenzialsperre und abgeschalteten Stabilisator

Innenausstattung

  • zwei zusätzliche Becherhalter im Fond (nur Fünftürer)
  • zwei Kartenleselampen vorn
  • Ablagetasche an der Rückenlehne des Beifahrersitzes

auf Wunsch gegen Aufpreis

  • Metallic- oder Mineraleffekt-Lackierung

April 2007

NISSAN PATROL SE
Serienausstattung (zusätzlich zum Patrol XE+)

Außenausstattung

  • Stoßfänger in Wagenfarbe lackiert
  • Kotflügelverbreiterung in Wagenfarbe lackiert
  • verdunkelte Scheiben ab der B-Säule (nur 5-Türer)
  • Hochdruck-Scheinwerferreinigungsanlage
  • 17-Zoll-Leichtmetallfelgen
  • Nebelscheinwerfer in Frontstoßfänger integriert

Technische Ausstattung

  • Soundsystem mit sechs Lautsprechern
  • Radio/Kassettengerät mit sechsfach-CD-Wechsler

Instrumentierung

  • digitaler Kompass
  • Außentemperaturanzeige

Innenausstattung

  • Wildleder-Sitzbezüge
  • zwei ausklappbare Mittelarmlehnen in der zweiten Sitzreihe mit integrierten Becherhaltern (nur Fünftürer)
  • Klimaautomatik
  • Mittelkonsole mit Holzeffekt-Einlagen
  • lederummanteltes Lenkrad, Schalthebelknauf und Handbremshebel
  • Gepäcknetz (nur 5-Türer)

auf Wunsch gegen Aufpreis:

  • Metallic- oder Mineraleffekt-Lackierung
  • elektronisch geregeltes Vierstufen-Automatikgetriebe mit Wandlerüberbrückung
  • Birdview-DVD-Navigationssystem inklusive 7-Zoll-Farbdisplay

April 2007

NISSAN PATROL LE
Serienausstattung (zusätzlich zum Patrol SE)

Außenausstattung

  • feste Reserveradabdeckung aus Plastik

Innenausstattung

  • Lenkrad, lederummantelt und mit Holzapplikationen
  • Sitzbezüge in Leder (Sitzmittelbahnen und -wangen, Kopfstützenvorderteil in Leder)

Technische Ausstattung

  • Lenkradfernbedienung für das Audiosystem
  • elektrisches Glas-/Hub-Schiebedach
  • DVD-Bierdview-Navigationssystem mit 7 Zoll-Farbdisplay
  • Radio-CD-Kombination
  • Sitzheizung vorn
  • elektrisch einstellbare Vordersitze (nur 5-Türer)

auf Wunsch gegen Aufpreis:

  • Metallic- oder Mineraleffekt-Lackierung
  • elektronisch geregeltes Vierstufen-Automatikgetriebe mit Wandlerüberbrückung

Februar 2007

 


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