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WENN QUADRATISCH COOL WIRD

 

Der neue Cube durfte nicht zu sehr von jener Formensprache abweichen, die seine Vorgänger zur Design-Ikone werden ließ. Trotzdem sollte er das kubische Grundthema weiter entwickeln und damit erstmals ein weltweites Publikum ansprechen. Das Ergebnis: coole Kurven, ausdrucksstarke Details und ein weiterhin quadratisches Grundformat.

„Bei der Designfindung wollten wir die Persönlichkeit des Autos stärken und das Erbe der Vorgänger stimmig fortsetzen. Als zusätzliche Herausforderung kam hinzu, den Cube erstmals auch außerhalb Japans einführen zu wollen.“
Alfonso Albaisa, Vice President, Nissan Design Europe

Auf einen BlickNew_Cube_2

  • Design-Evolution mit unverwechselbarer Cube DNA
  • Asymmetrische Heckpartie beibehalten
  • Versionen für Rechts- und Linkslenkermärkte
  • Seitlich angeschlagene Heckklappe
  • Ungewöhnliche Farbpalette

Denken abseits der Norm
Was haben die Sängerin und Schauspielerin Jennifer Lopez, eine Werkskantine und eine Bulldogge mit Sonnenbrille gemeinsam? Nun, alle haben das Design des neuen Cube beeinflusst. Das wohl quadratischste und rechteckigste aller heute auf unseren Straßen fahrenden Autos entstand nur dank eines erfreulich frischen, nicht an feste Normen gefesselten Denkansatzes.

 

Die 2002 eingeführte zweite Generation darf dabei getrost als Designvorreiter gelten. Der von Hirotada Kuwahara geformte Cube II begründete den Ikonenstatus und diente dem gleichen Designer auch bei der Gestaltung des Nachfolgers als Vorbild.
Die entscheidende Inspiration zum Cube II war Kuwahara in der Kantine des japanischen Nissan-Designcenters gekommen. Als er in der Mitte eines hektischen Arbeitstages dort für einige Momente entspannte, gab er sich einem Tagtraum hin: „Ich dachte mir: Wäre es nicht schön, ein Auto mit ähnlich entspannender Atmosphäre zu kreieren? Ein Auto, dessen Design auch nach 20 Jahren noch nicht veraltet wäre?“

Solcherart beflügelt, fing Kuwahara an zu zeichnen: „Es sollte nicht ein weiterer klassischer europäischer Kompaktwagen werden, sondern ein von originär japanischen Einflüssen geprägter Entwurf. Die Notwendigkeit, rückwärts in enge Parklücken zu setzen, ist allgegenwärtig in Japan. Und hier kam mir ein Gedankenblitz: Warum nicht das Heck asymmetrisch gestalten, um so den Blick nach hinten und schräg hinten zu verbessern?“

 

New_Cube_9Geniale Idee zunächst abgelehnt
Das Problem mit solchen plötzlichen Eingebungen – es dauert manchmal eine gewisse Zeit, bis sie andere Mitarbeiter ebenfalls verstehen. „Ich fertigte auf einem Notizblock einige grobe Skizzen an und präsentierte sie meinem Chef. Nach einem flüchtigen Blick sagte er nur: Okay, aber jetzt zurück an die Arbeit!‘ Er nahm sie einfach nicht richtig ernst“, erinnert sich Kuwahara. Die erste Abfuhr spornte den Designer – der mehr denn je davon überzeugt war, etwas Besonderes ersonnen zu haben – nur zusätzlich an. Doch noch immer traf er auf eine Mauer der Ablehnung.

Der große Durchbruch kam dann im Zuge der Allianz mit Renault. „Ab da erhielt die Nissan Designabteilung mehr Freiraum und öffnete sich bereitwilliger neuen Konzepten – wie meinem für den Cube.“

Neue Herausforderungen
So weit es die zweite Cube-Generation betrifft, ist der Rest Geschichte. Der durchschlagende Erfolg aber verschärfte die Herausforderungen bei der Entwicklung seines Nachfolgers. Die Vorgaben kamen von loyalen Cube-Besitzern, die weder zu wenig noch zu viel geändert haben wollten. Die Design DNA war somit
automatisch vorgegeben – so machte sich das Nissan-Designteam an einen neuen Cube, der den Kunden des Vorgängers trotzdem recht bekannt und vertraut vorkam.

Das betraf vor allem die erneut asymmetrische Heckpartie, die trotz der hohen Kosten für eine rechts- und eine linksgelenkte Version vom Vorstand abgesegnet wurde. Der Bau von spiegelbildlichen Modellen erforderte sechs unterschiedliche Bleche für die Hecktür, die Seitenpartien und das Dach. Ehe jedoch die „Erbsenzähler“ im Unternehmen intervenieren konnten, mahnte der für das Exterieur-Design des Produktionsmodells verantwortliche John Sahs (ein Amerikaner vietnamesischer Abstammung) seine Vorgesetzten: „Wir dürfen das ikonische Cube-Design nicht durch Kompromisse verwässern. Auch beim neuen Modell soll das Design die Funktion unterstützen.“

Und so kam es, dass auch der neue Cube noch immer verdächtig quadratisch und kastenförmig ausschaut. Er ist zugleich clever und witzig wie funktional und praktisch. Erneut orientierten sich seine Designer an ungewöhnlichen Bildern. So ähneln die Frontmaske und der Auftritt des Cube einer Bulldogge mit aufgesetzter Sonnenbrille.

Coole AuraNew_Cube_3
„Ich wollte eine coole Ausstrahlung für das Auto“, sagt Sahs. „Schon beim ersten 1:1-Modell erinnerten mich die Proportionen und der breitbeinige Stand an einen Hund, dessen vier Pfoten fest auf dem Boden stehen. Nach einigen Diskussionen einigten wir uns auf die Bulldogge – und um ihr etwas Charme zu geben, verpassten wir ihr die Brillengläser.“

Das „Gesicht“ mit den breiten, durch einen schmalen zentralen Grill verbundenen Scheinwerfern, betont den Sonnenbrilleneffekt. Dagegen verstärken der gedrungene, gleichwohl kraftvolle Körper und der kurze „Schwanz“ das Bild vom bulligen Kampfhund. Am Heck wiederholen balkenförmige Rückleuchten das Scheinwerfer-Thema und unterstreichen den breiten Fußabdruck des Citymobils.

 

„Zu den zentralen Designgrundsätzen des Cube zählt das Primat des Purismus. Das Design des Cube ist einfach, nach dem Grundsatz „weniger ist mehr“ kommt es ohne überflüssigen Zierrat aus. Zugleich ist es aber keineswegs langweilig. Im Gegenteil gibt es kaum ein anderes Auto mit einer stärkeren Persönlichkeit“, sagt Alfonso Albaisa, Vice President, Nissan Design Europe, der direkt an der Entwicklung des neuen Cube in Japan beteiligt war.


Es macht Spaß, ihn anzugucken
„Nissan baut Autos mit viel Fahrspaß“, sagt Albaisa. „Das trifft auf alle unsere Modelle zu. Der neue Cube soll diesen Spaß schon allein kraft seines Anblicks vermitteln.“

Auch wenn der neue Cube eindeutig als solcher zu erkennen ist, setzt er sich dennoch von seinem Vorgänger ab – mit etwas weicheren und geschwungenen Linien, stärker akzentuierten Radkästen und einer stärkeren Krümmung in den Karosserieflanken.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des Nissan Cube ist die Gestaltung des gläsernen Aufbaus. Die A-Säulen wurden so weit wie möglich nach vorne gerückt und stehen sehr steil, was der Sicht nach vorn zugute kommt. Die Seitenfenster wirken wir in die Karosserie eingelegt, ihr ovaler Ausschnitt erinnert an Bilderrahmen für persönliche Fotografien. Das auf der Beifahrerseite „um die Ecke“ gezogene asymmetrische Seit-/Rückfenster eröffnet eine ungehinderte Sicht auf die am weitesten entfernte Ecke des Autos – was sich beim Einparken sowie bei Spurwechseln auszahlt.

Die Cube-Signatur
„Diese geometrische Kreisform im Rückfenster ist die stärkste Signatur des Cube“, sagt Pierre Loing, Vice President Product Planning, Nissan Europe. „Obwohl es auf beiden Seiten D-Säulen gibt, übt die auf der Beifahrerseite deutlich schmaler ausgeführte Säule einen bemerkenswerten Effekt auf die Gesamtanmutung aus. Ein Eindruck, den die asymmetrische Hecktür weiter verstärkt.“

Im Gegensatz zu konventionellen Heckklappen lässt sich die hintere Eingangspforte des Cube – erneut – im Stil einer Kühlschranktür öffnen. Sie ist seitlich auf der Fahrerseite angeschlagen und bietet für Nissan klare Vorteile: Eine nach oben aufschwingende Heckklappe können klein gewachsene Menschen im aufgestellten Zustand womöglich gar nicht mehr erreichen. Und gegenüber geteilten Schmetterlingstüren hat die Cube-Lösung den Charme einer breiteren Ladeöffnung für sperrige Objekte.


Kecke Farben
Passend zum selbstbewussten Auftritt lackiert Nissan den Cube in einigen recht kecken Farben. Mit provokanten Namen wie Bitter Chocolate, Sea Turquoise oder Witty Military. Unter den insgesamt neun verschiedenen Tönen gibt es aber auch eher konventionelle wie Weiß, Grau, Silber, Rot und Schwarz.

Und was ist nun der Beitrag von J-Lo am Design? Studieren Sie das wunderschön geformte Hinterteil des neuen Cube – und ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse...

WOHLFÜHLOASE CUBE

Das Leben ist hektisch – doch manchmal wird es von Kräften, die unserer direkten Kontrolle entzogen sind, entschleunigt. Wie zum Beispiel durch einen Verkehrsstau. Dann heißt es: Chill out – und die entspannende Umgebung des Cube genießen.

„Wie das Exterieur wurde auch das Interieur mit dem Ziel gestaltet, dem Cube eine warme und sympathische Ausstrahlung zu verleihen. Der Cube vermittelt viel Spaß, braucht dazu aber keine Gimmicks. New_Cube_6Er ist nicht aggressiv, aber auch nicht passiv.”
Alfonso Albaisa, Vice President, Nissan Design Europe

 

Auf einen Blick

  • Lounge-Interieur mit komfortablem Sofa im Heck
  • „Stadion“-Bestuhlung für bessere Sicht der Fondinsassen
  • Von der Natur inspirierte Designelemente
  • Indirekte Kabinenausleuchtung
  • Zahlreiche praktische Ablagen

 

 

Chill-out-Zone
Genauso wie beim Exterieur ungewöhnliche Designeinflüsse das Endresultat mitbestimmten, ließen sich auch die Interieur-Designer von unkonventionellen Vorbildern inspirieren: Im Falle des Cube waren dies ein Jacuzzi-Whirlpool, Wassertropfen und Folk Clubs der 60erJahre.

Interieur-Designer Tadamasa Hayakawa erinnert sich: „Mein Urlaub näherte sich dem Ende und ich sinnierte über den kurz bevorstehenden Abgabetermin für das Interieur-Konzept des neuen Cube. Im Urlaub waren mir dazu keine prickelnden Ideen gekommen, er drohte sich in einen Alptraum zu verwandeln.“

Um sich etwas abzulenken, öffnete Hayakawa eine Dose Bier und legte sich in eine warme Badewanne mit Blick über den Balkon seines Hotelzimmers. In diesem Moment kam ihm die zündende Idee: „Genau dieses entspannende Gefühl sollte auch der Innenraum des Cube erzeugen.“

Bei der Rückkehr ins Designstudio begann Hayakawa sofort mit Zeichnungen von Sofas und Jacuzzi-Whirlpools – eine Idee, die schnell aufgegriffen wurde und in das „Jacuzzi Lounge“-Konzept mündete. „Es freut mich sehr, dass es diese Bezeichnung sogar bis in die Verkaufsbroschüre gebracht hat“, sagt er heute.

Entspannende Atmosphäre
Hayakawa erklärt das Konzept wie folgt: „Das Interieur des Cube ist zugleich kompakt wie geräumig. Das Raumgefühl ist weitaus großzügiger als bei traditionellen Kompaktwagen. Das hilft, eine entspannende Atmosphäre zu erzeugen.“

Die kurvige Architektur des Interieurs wird vor allem im Bereich des Instrumententrägers deutlich. Vor Fahrer und Beifahrer zieht es sich weit zurück, während es sich im Bereich der Mittelkonsole, wo alle Kommunikations-Funktionen und die Regler der Klimaanlage sitzen, wellenartig nach vorne schiebt. Fahrer und Beifahrer nehmen auf zwei komfortablen Einzelsitzen Platz; im Heck wartet eine über 240 Millimeter längs verschiebbare und umlegbare Bank im Stil eines dreisitzigen Lounge-Sofas.

Es ist wie im Kino etwas höher installiert als die Vordersitze – diese „Stadion-Bestuhlung“ beschert den Fondinsassen eine bessere Rundumsicht. Die Rückenlehnen lassen sich stufenlos in der Neigung verstellen, was den Komfort weiter steigert.

Zwei Interior-Trims
Nissan bietet den Cube in einem schwarzen und einem beigen Innenraum-Trim an. Das Interieur in „Casual Graphite“ verbindet dunklere Töne für den Sitz mit helleren Akzenten in der übrigen Kabine. Insgesamt schafft diese Kombination ein hochwertiges und zugleich zurückhaltendes Ambiente.

Der in „Jacuzzi Beige“ gehaltene Innenraum sorgt für eine hellere und luftigere Stimmung. Hier sind die Sitzbezüge, die Türverkleidungen und die Oberseite des Instrumententrägers in einem blassen Grauton gehalten. Davon dunkelbraun abgesetzt sind die untere Hälfte des Armaturenträgers und der Fußbodenbereich. Durch das Wechselspiel aus Schatten und Licht entsteht ein leichtes und zeitloses Bordklima.

In beiden Ausführungen sind die Sitzbezüge aus einem gesteppten Stoff in Kunstleder-Anmutung und mit wellenförmigen Ziernähten gefertigt.


New_Cube_7Wassertropfenelement – von der Natur inspiriert
Das ikonische Element des sich kräuselnden Wassers taucht auf den Böden der Getränkehalter, im Dachhimmel, an den Türlautsprechern und an den variablen Gepäckhaken im Armaturenbrett auf. Das der Natur entlehnte Motiv symbolisiert die immer größere Kreise ziehenden Wellen, die ein ins Wasser eintauchender Stein auslöst.

Mit Hinweis auf die globale Verbreitung des neuen Nissan Cube sagt Innenraumgestalter Hayakawa: „Ich betrachte den Cube als einen von Japan ausgehenden Tropfen, der sich über die ganze Welt verbreitet. Ich habe das Interieur als einen Rückzugsort gestaltet, der den persönlichen Rhythmus in einer rastlosen Welt bewahrt. Daher fühlen sich die Insassen selbst in einem Stau weniger schnell gestresst.“

Das große, fest fixierte Sonnendach steigert den Wohlfühlfaktor erheblich. Neben einem konventionellen, ausziehbaren Rollo gibt es eine sehr japanische Lösung für heiße Sommertage: Eine Shoji-Jalousie, die an das traditionelle japanische Reis-Papier erinnert. Durch sie gelangt Licht ins Innere, ohne dass dadurch die Aufheizung forciert würde.

Langfloriger Teppich auf der Mittelkonsole
Als besonderen Gag bietet Nissan als Zubehör eine oberhalb der Mittelkonsole platzierte Ablagematte aus langflorigem Teppich an. Auch die auf Wunsch erhältliche indirekte Beleuchtung des vorderen Fußraums (in neun verschiedenen und in der Intensität regelbaren Farben) zaubert Extravaganz in den Cube. „Ansonsten sollten Interieur und Instrumententräger aber so funktional wie eben möglich ausfallen“, betont Hayakawa.

Das scheinbar schwebende Kombiinstrument besteht aus asymmetrischen blauen und weißen Analoginstrumenten. Durch die farbliche Differenzierung wollten die Designer eine eindeutige Unterscheidung zwischen Drehzahlmesser und Tachometer erreichen. Die Beleuchtung lässt die Skalen bei Nacht wie einen weißen Mond und eine blaue Erde erstrahlen. Die roten Anzeigenadeln schwingen – wie sonst nur bei sportlichen Fahrzeugen – beim Anlassen des Motors kurz aus. Der zwischen den beiden Hauptanzeigen platzierte digitale Bordcomputer spendet derweil viele weitere Informationen; sein „Fine Vision“-Display ist unter allen Lichtverhältnissen klar und deutlich ablesbar.

Das Interieur des neuen Cube hat auch viele praktische Vorzüge. Es beginnt bei der hohen Sitzposition, möglich gemacht durch die 1,67 Meter hohe Karosserie. Zugleich glänzt er mit einer für seine Klasse großzügigen Knie-, Bein- und Kopffreiheit. Dazu kommt eine kurze Haube, die der Fahrer fast komplett einsehen kann. Und die ungetrübte Rundumsicht beim Parken und Rückwärtsfahren wird durch eine für bestimme Versionen angebotene Rückfahrkamera noch weiter gesteigert.

Große und clevere Ablagen
Praktische Ablagen finden sich im Cube zuhauf. Getränkehalter wurden nicht nur links vom Fahrerplatz, sondern auch am vorderen und hinteren Ende der Mittelkonsole sowie in den Armablagen der Hintersitze angebracht. Dazu gibt es Flaschenhalter in allen vier Türen, eine großzügig dimensionierte Türtasche, ein großes Handschuhfach, ein Fach in der Mittelkonsole und in der Hecktüre ein Fach wie in einer Kühlschranktür. Sogar in die fahrerseitige C-Säulen-Verkleidung integrierte Nissan ein vertikales Staufach.

Derweil wurde für Werkzeuge wie zum Beispiel den Wagenheber ein eigenes Abteil hinter den Vordersitzen geschaffen; das Reserverad liegt in einer eigenen Mulde, um so das Kofferraumvolumen nicht unnötig einzuschränken.

Eine clevere Idee sind auch multifunktionale Haken, die an diversen Stellen – darunter am Armaturenbrett und an den hinteren Türen – angebracht werden können. In Aussparungen in den vorderen Türgriffen eingehängte flexible Bänder eignen sich zum Festspannen persönlicher Gegenstände wie Handies, MP3-Player, Spielzeuge oder Autobahntickets. Es gibt sie in drei verschiedenen Farben.

Pferd gegen Ochse
Um die Philosophie hinter dem Cube einem nicht-japanischen Publikum zu erklären, vergleicht Shiro Nakamura, Senior Vice President Global Design, traditionelle Transportmittel des vorautomobilen Zeitalters:

„In der westlichen Hemisphäre war die von Pferden gezogene Kutsche bis zum Siegeszug des Automobils das bevorzugte Fortbewegungsmittel. Denn sie erlaubte eine schnelle Reise von A nach B. Dieser Anspruch spiegelt sich noch heute im sportlichen, wie auf dem Sprung wirkenden Design der meisten Autos wider.“ In Japan dagegen übernahm der Ochsenkarren noch lange Zeit die Funktion der Pferdekutsche – und damit reisten die Menschen entspannter und im Grunde genommen komfortabler.“

Den neuen Cube trennen oberflächlich betrachtet Lichtjahre von einem Ochsenfuhrwerk – doch die eher gemütliche Art des Reisens verbindet beide bis heute.

 

DIE KRAFT DES CUBE

Im Gegensatz zu seinem unkonventionellen Äußeren greift der Cube unter der Haut auf erprobte Antriebs- und Fahrwerkskomponenten zurück. Sie sichern Kunden die bestmögliche Kombination aus Leistung, Wirtschaftlichkeit, Ausgereiftheit und leichter Wartung.

„Die Nissan B-Plattform ist bekannt für ihre fahrdynamischen Qualitäten. Der Cube wird primär in der Stadt bewegt, daher haben wir die Aufhängungen und die Lenkung auf maximalen Komfort und europäische Fahrgewohnheiten abgestimmt. Fahrspaß ist dennoch gegeben, wenn die Fahrt doch einmal hinaus ins Umland führt.“
Pierre Loing, Vice President Product Planning, Nissan EuropeNew_Cube_4

Auf einen Blick

  • Bewährte Bodengruppe und erprobtes Fahrwerk
  • Niedriges Geräusch- und hohes Verarbeitungsniveau
  • Komplettes Arsenal elektronischer Assistenzsysteme
  • Zwei effiziente Motoren
    • 1,6-Liter-Benziner
    • 1,5-Liter-Diesel mit Partikelfilter
  • manuelle Fünf- und Sechsganggetriebe plus modernes CVT

Langer Radstand
Im Vergleich zum Cube der zweiten Generation wuchs der Radstand beim Nachfolger um 170 auf 2.530 Millimeter an. Das sind nur 70 Millimeter weniger als beim inzwischen ausgelaufenen siebensitzigen Cube3.
Die an einem Hilfsrahmen angelenkte vordere Einzelradaufhängung besteht aus kombinierten Feder-/Dämpfer-Einheiten (McPherson), unteren Querlenkern und einem direkt am Federbein montierten Querstabilisator. Dank dieser Verbindung wird die Rollneigung des Aufbaus in schnell durchfahrenen Kurven deutlich reduziert.

Um das Kofferraumvolumen so wenig wie möglich einzuschränken, sind an der H-förmigen Verbundlenker-Hinterachse die Feder- und Dämpfereinheiten getrennt installiert. Auch hier mindert ein größer dimensionierter Stabilisator die Neigung der Karosserie, sich bei zügiger Gangart zur Seite zu neigen.

Feinschliff im Detail
Zur akustischen Entkoppelung des Innenraums von Fahrbahngeräuschen und Vibrationen sowie zur Steigerung des allgemeinen Komforteindrucks ist der vordere Hilfsrahmen an elastischen Gummilagern aufgehängt. Die von Nissan entwickelten „Ripple Control-Stoßdämpfer“ gleichen kleine Unebenheiten in der Fahrbahn aus und erhöhen die Stabilität bei der Geradeausfahrt.

Weitere subtile Änderungen gegenüber dem Vorgängermodell betreffen den Einsatz von vorderen Dämpfern mit so genannten „Pre-load“-Ventilen – sie optimieren Abrollkomfort und Richtungsstabilität – sowie gewichtsoptimierten Radnabenlagern zugunsten einer höheren Sturzsteifigkeit.

Je nach länderspezifischer Ausstattung steht der Cube auf 15 Zoll großen Stahlfelgen (mit vollflächigen Radkappen im Aluminium-Look) und Reifen der Dimension 195/60 oder 16-Zoll-Leichtmetall-Felgen mit Pneus der Größen 195/55 (Benziner) oder 195/60 (Diesel).

ESP ist serienmäßig
Wie es sich für einen modernen Kompaktwagen geziemt, wartet der Nissan Cube mit einer kompletten Sicherheitsausstattung auf. Das Bremssystem bringt ihn dank Scheibenbremsen an allen vier Rädern, ABS, EBD (elektronische Bremskraftverteilung) und BA (Bremsassistent) zuverlässig zum Stehen.

Das elektronische Stabilitätssystem (ESP) ist durchgehend serienmäßig an Bord. Es arbeitet mit Sensoren zur Überwachung von Bremsen, Lenkung, Rädern und Karosserie. Lenkwinkel- und Bremsdrucksensoren kontrollieren den Einschlagwinkel der Vorderräder, während Gierraten- und Querbeschleunigungs-Wächter die Seitenneigung des Aufbaus prüfen. Ist die Stabilität des Fahrzeugs
gefährdet, bremst es das ESP dank Bremsen- und Motoreingriff auch unter extremen Fahrzuständen zuverlässig ab.

Analog zu anderen kompakten Modellen aus dem Hause Nissan bekam auch der neue Cube eine elektrische Servolenkung (EPS) spendiert. Die geschwindigkeitsabhängig arbeitende Anlage stellt beim Einparken zusätzliche Lenkunterstützung bereit, um sie beim Beschleunigen nach und nach zurückzunehmen. In Kommunikation mit dem bordeigenen CAN-Bus-Netzwerk prüft das System alle 40 Millisekunden die aktuelle Geschwindigkeit, die es bis auf 0,01 km/h genau feststellen kann. Dank eines bürstenlosen Gleichstrommotors werden Reibungsverluste reduziert, woraus ein geringerer Verschleiß und niedrigere Servicekosten resultieren. Da eine traditionelle Hydraulikpumpe entfällt, ergeben sich auch Verbrauchsvorteile.

Enger Wendekreis
Passend zu seinem favorisierten Lebensraum glänzt der Cube mit einem sehr engen Wendekreis. Mit 10,2 Metern (Benziner) und 10,4 Metern (Diesel) ist er einer der wendigsten Vertreter seines Segments und auch auf engem Raum leicht zu manövrieren.

Für Europa bietet Nissan den Cube mit einem 1,6 Liter großen Benziner und einem 1,5- Liter-Turbodiesel an. Beide sind gute alte Bekannte aus den Fahrzeugen der Renault/Nissan-Allianz und verbinden spontane Leistungsabgabe mit geringem Verbrauch und niedrigen Abgasemissionen. Der Selbstzünder ist ab Werk mit einem Rußpartikelfilter bestückt.

Benziner aus der HR-Familie
Der Ottomotor ist Mitglied der HR-Motorenbaureihe von Nissan und bereits nach der verschärften Euro-5-Abgasnorm zertifiziert. Ein leichtgewichtiges und reibungsarmes 1,6-Liter-DOHC-Aggregat, das auch im NOTE und Qashqai Dienst tut.

Aus 1.598 Kubikzentimetern schöpft der quer eingebaute Vierzylinder 81 kW/110 PS bei 6.000/min; das maximale Drehmoment von 153 Nm liegt bei 4.400 Umdrehungen an. Zu den Feinheiten des komplett aus Aluminium gefertigten Triebwerks zählen ein Vierventil-Kopf, eine stufenlos variable Ventilsteuerung, eine Multi-Point-Saugrohreinspritzung und eine kontinuierliche Verstellung der Einlass-Nockenwelle. Die Kraft gelangt über ein manuelles Fünfganggetriebe oder alternativ über ein von Nissan selbst entwickeltes X-tronic CVT-Getriebe an die Vorderräder.

Aluminium-Druckguss kam für die Fertigung der Zylinderblöcke und -köpfe, der Zylinderkopfdeckel, des oberen Teils der Ölwanne und der vorderen Abdeckungen zum Einsatz. Die Zylinderlaufbüchsen aus Stahl sind in den mit nach oben offenen Wasserkanälen ausgestatteten Block eingegossen. Der Verbund aus Ölwanne und Motorblock trägt mit zur hohen Steifigkeit des Motors bei und beinhaltet auch eine Zahnradölpumpe, die über eine separate Kette von der Kurbelwelle angetrieben wird.

Obwohl der Cube mit einem Cw-Wert von 0,35 kein Aerodynamik-Wunder ist, begnügt er sich bei Wahl des Benzin-Motors mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,6 Liter/100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 151 g/km entspricht. Ein Ölwechsel ist nur alle 30.000 Kilometer nötig.

Das Handschaltgetriebe basiert auf der leichten und kompakten Box des NOTE. Um im Stadtverkehr besonders flüssige Schaltmanöver zu ermöglichen, sind die beiden ersten Gänge mit doppelten Synchronkegeln ausgestattet. Die Gangübersetzungen sind identisch mit denen des NOTE, doch erhielt der Cube eine kürzere Achsantriebsübersetzung. Damit erreichten die Techniker eine zügigere Beschleunigung – erneut passend zum Haupteinsatzgebiet das Fahrzeugs und der für den Cube sekundären Frage nach der Höchstgeschwindigkeit.

Als Option für das Modell mit Benzinmotor bietet Nissan alternativ die jüngste Entwicklungsstufe des hauseigenen X-tronic-CVT-Getriebes an. Diese stufenlose Automatik erlaubt eine theoretisch unendliche Zahl verschiedener Übersetzungen. So läuft der Motor immer im idealen Drehzahl- und Drehmomentband.

Das in nunmehr dritter Generation gebaute X-tronic CVT wartet mit einem weiterentwickelten zentralen Steuergerät und einem neuen Druckkontroll-System auf. Die Nutzung reibungsarmer Lager, modifizierter Dichtungen und anderer widerstandsarmer Teile half, die Gesamtreibung im Getriebe um noch einmal 20 Prozent zu reduzieren.

So ergeben sich ideale Schaltmuster und an die jeweilige Fahrsituation angepasste stufenlose Gangwechsel. Sie fallen deutlich schneller und sanfter aus als bei jedem konventionellen Getriebe und steigern den Fahrspaß.

Der Diesel
Bei der Frage nach der besten Selbstzünder-Option für den Cube entschied sich Nissan für die mittlerweile vierte Generation des K9K-Turbodiesels. Das aufgeladene Common-Rail-Triebwerk ist ein 1.461 Kubikzentimeter großer Zweiventiler, der für seine außergewöhnliche Sparsamkeit, niedrige Emissionen und exzellente Fahrbarkeit berühmt ist. Jüngste Verbesserungen haben die Unterhalts- und Servicekosten nochmals gesenkt, so dass ein damit ausgestatteter Cube die Geldbörse seines Besitzers nachhaltig schont.

Der ebenfalls 81 kW/110 PS (bei 4.000/min) starke Motor mobilisiert bereits bei 1.750/min ein maximales Drehmoment von 240 Nm und ist in seiner jüngsten Ausbaustufe mit einer neuen Benzin-Rückführleitung und einem modifizierten Steuergerät ausgestattet. Weitere High-tech-Merkmale des Triebwerks sind die variable Turbinengeometrie und ein auf 1.650 bar angehobener Einspritzdruck. Neue Zündkerzen verbessern zudem die Leistung beim morgendlichen Kaltstart. Konstruktion und Einbaulage des Turboladers wurden so abgeändert, dass die Distanz zum neu installierten Dieselpartikelfilter (DPF) so kurz wie möglich geriet.

Der DPF nutzt eine keramische Honigwaben-Struktur zum Einfangen der Partikel. Durch die über eine kontrollierte Nachverbrennung provozierte Zufuhr heißer Abgase in den Filter werden die angesammelten Partikelablagerungen rückstandsfrei verbrannt. Mit CO2-Emissionen von 135 g/km erhält der Cube 1.5 dCi das Nissan-Gütesiegel „Pure Drive“, das nur den sparsamsten und effizientesten Modellen gebührt.

Den niedrigen Verbrauch von 5,2 Liter/100 km fördert auch das serienmäßige Sechsgang-Schaltgetriebe mit dreifacher Synchronisierung für die ersten beiden Fahrstufen. In allen für Europa bestimmten Cube-Versionen ist der Schalthebel zwischen den Vordersitzen angebracht – anders als in Japan und Nordamerika, wo eine Lenkradschaltung Norm ist.

Feinabstimmung für Europa
Obwohl der neue Kultwagen von Nissan in Japan gezeichnet und entwickelt wurde, hat das Unternehmen den Cube in punkto Fahrdynamik, Qualität und Nutzbarkeit an die Erwartungen europäischer Kunden angepasst.

Ein Team aus 52 Ingenieuren der technischen Entwicklungszentren von Nissan in Großbritannien und Spanien definierte revidierte Ziele für den Cube und kümmerte sich speziell um die Abstimmung des nur in Europa angebotenen Diesel-Modells.

Steve Groves, Leiter der Abteilung kundenorientiertes Engineering im europäischen Nissan Technologiecenter (NTCE), sagt. „Wir waren von Anfang an voll in das Projekt involviert. Europa war komplett verantwortlich für die Entwicklung des Dieselmodells, wobei der Schwerpunkt auf der Motorkalibrierung lag. So wurde sichergestellt, dass die angestrebten Ziele bei Fahrbarkeit, Leistungsabgabe und Emissionsentwicklung erreicht wurden.“

Ein Team des NTCE verbrachte eigens 18 Monate in Japan, um direkt vor Ort die Fertigung der für die Produktion nötigen Werkzeuge zu überwachen und mitzuentwickeln.

Darüber hinaus stießen die Ingenieure zum gemeinsamen „Production Management Team“ – sie lebten sogar 29 Monate in Japan, um das Projekt Cube III von der ersten Konzeptzeichnung bis zum Produktionsstart zu begleiten.

Geänderte Einstellungen
Das NTCE nahm auch Einfluss auf andere Aspekte der Cube-Entwicklung – und zwar auch bei der Benziner-Version. Angesichts der höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten in Europa sorgten sie für ein Feintuning von Fahrwerk und Lenkung. „Ziel war es, dem Wunsch der Europäer nach höherer Richtungsstabilität auf der Autobahn und präziserem Handling in Kurven zu begegnen – ohne im Gegenzug Kompromisse beim Komfort eingehen zu müssen“, sagt Groves.

Alle Facetten der Fahrzeugdynamik – von der Beschleunigung über den Abrollkomfort, das Einlenkverhalten, die Bremsen, die Stabilität bei Seitenwind und hoher Geschwindigkeit bis zur allgemeinen „Fahrbarkeit“ des Autos – wurden untersucht und entsprechend optimiert.

Das Team war auch verantwortlich für den Komforteindruck im Innenraum und das, was Automobil-Ingenieure unter dem Kürzel NVH (noise, vibration, harshness – Geräusche, Vibrationen, Rauhigkeit) zusammenfassen. Spezielle Aufmerksamkeit galt dabei neuen Türdichtungen zur Verringerung der Windgeräusche. Aber auch die Leistung des Heizungs- und Lüftungssystem wurde verbessert; die für Instrumente und Bedienhebel verwendeten Grafiken und Schrifttypen wurden an die der übrigen Europa-Modelle von Nissan angepasst.

ZEN – UND DIE KUNST DES CUBE

Anstelle der sonst üblichen Ausstattungstufen Visia, Acenta und Tekna bietet Nissan den Cube in Europa in nur einer Ausstattungsversion an – sie entspricht ungefähr dem Acenta-Niveau. Mit Hilfe von drei Options-Paketen bestehen jedoch genügend Möglichkeiten zur Individualisierung. Zusätzlich plant Nissan verschiedene Sonderserien – um den Cube so über die gesamte Dauer seines Lifecycles frisch und attraktiv zu halten.

„Wir haben die Ausstattungsstruktur des Cube bewusst übersichtlich gehalten. Eine breite Farbpalette, attraktive Optionspakete und eine Fülle origineller Accessoires sorgen dafür, dass jeder Cube so individuell wie sein Besitzer ist.“
Simon Thomas, Senior Vice President Sales and Marketing, Nissan Europe

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Auf einen Blick

  • Eine Grundausstattung, drei optionale Pakete
    Zur Serienausstattung zählen:
    manuelle Klimaanlage, Doppel-DIN-Radio-CD-Einheit mit AUX-Eingang und Bluetooth®-Schnittstelle, ESP, Geschwindigkeitsregelanlage mit Speed Limiter, Panorama-Glasdach mit Shoji Shade, sechs Airbags
  • Unter den Optionen sind:
    16-Zoll-Leichtmetall-Felgen, Intelligent Key mit Start/Stop-Knopf, Rückfahrkamera, Klimaautomatik, verdunkelte Seiten- (ab B-Säule) und Heckscheiben, Navigations- und Multimedia-System NISSAN Connect, Regensensor und Fahrtlichtautomatik

Eine Basisausstattung
Durch die Beschränkung auf eine Ausstattungsstufe hat Nissan sichergestellt, dass jeder in Europa verkaufte Cube in den Genuss einer langen Liste aufpreisfreier Ausstattungsdetails kommt. Mit Hilfe von drei Optionspaketen mit den Namen ZEN, IKI und KAADO kann jeder Cube an die persönlichen Anforderungen und Vorlieben seines Besitzers angepasst werden.

Zu den wichtigsten ab Werk installierten Details gehören das große Panoramadach mit Shoji Shade, eine manuelle Klimaanlage, ESP, eine Doppel-DIN-Radio-CD-Kombination mit AUX-Eingang am Radio, eine Bluetooth®-Schnittstelle, sechs Airbags sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Optional im Angebot stehen unter anderem eine Klimaautomatik, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, der Intelligent Key samt Start/Stop-Knopf, verdunkelte Seiten- und Heckfenster sowie eine Kombination aus GPS-Navigationssystem und Rückfahrkamera.

Das 960 Millimeter breite Glasdach erstreckt sich fast über die gesamte Breite des Dachs und reicht bis auf die Höhe der vorderen Sitze. So erstrahlt der Innenraum des Cube in einem freundlichen, natürlichen Licht. Das getönte Glas und die konventionelle, ausziehbare Jalousie schützen die Insassen vor zu starker Sonneneinstrahlung.

Eine typisch japanische Lösung namens Shoji Shade
Doch eingedenk des japanischen Ursprungs des Cube und seiner Fähigkeit, immer wieder zu überraschen, besitzt der Wagen zusätzlich ein zweites Rollo namens „Shoji Shade“. Es erinnert an das in Japan populäre lichtdurchlässige Reispapier, das ultraviolette Strahlen bricht und das Licht auf dezente und angenehme Weise im Interieur verteilt.

Zu den weiteren Komfort- und Sicherheitsfeatures gehören eine manuelle Klimaanlage, ein Fahrersitz mit Armablage, eine ausklappbare Mittelarmlehne auf der Rückbank sowie sechs Airbags inklusive Seiten-Airbags und über die gesamte Länge des Innenraums gezogene Kopfairbags. Aber auch eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Nebelscheinwerfer, elektrische Fensterheber an allen vier Türen, elektrisch verstellbare Rückspiegel und eine über Lenkradtasten steuerbare „Cruise control“ plus integriertem Geschwindigkeitsbegrenzer sind ebenso wie der Schleuderwächter ESP Standard.

Die Lehnen der betont breit und kommod gestalteten Sitze wuchsen in der Höhe um 60 (vorn) beziehungsweise 45 Millimeter (hinten). Zusätzlich wurde die Sitzfläche der Fondbank um 50 Millimeter verlängert; neue S-förmige Federn steigern den Sitzkomfort.

Die im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbare Rückbank ist über einen Weg von 240 Millimetern längs verschiebbar. Analog dazu variiert das Kofferraumvolumen zwischen 260 und 410 Litern.

Bluetooth®-Schnittstelle
Eine Bluetooth®-Schnittstelle inklusive Freisprecheinrichtung ist fester Bestandteil des Entertainment- und Kommunikations-Systems. Die Doppel-DIN-Radio-CD-Kombination verfügt über vier Lautsprecher und einen AUX-Eingang zum Anschluss von MP3-Playern.

Der serienmäßige Bordcomputer des Cube gibt Auskunft über den aktuellen und durchschnittlichen Verbrauch, die Restreichweite und die Durchschnittsgeschwindigkeit. Dazu kommen Digitalanzeigen für Tankinhalt und Kühlwassertemperatur, eine Außentemperaturanzeige und ein Warnlicht für zur Neige gehenden Spritvorrat.

Das Display des Bordcomputers sitzt zwischen dem Drehzahlmesser und dem Tachometer; es lässt sich dank hoch auflösender „Fine Vision“-Technologie bestens ablesen. Die Anzeigenadeln der blau und weiß hinterleuchteten Analoganzeigen schlagen beim Anlassen Sportwagen-like kurz aus, um dann zurück in die Null-Stellung zu gehen.

Zusatzpakete ZEN, IKI und KAADO
Drei aufeinander aufbauende Ausstattungspakete werten den Cube durch sonst nur für größere Fahrzeuge angebotene Extras auf. Die Basis bildet das ZEN-Paket (von japanisch zen = Meditation, Entspannung) mit drahtlosem Zugangssystem „Intelligent Key“ und Start/Stop-Knopf, Klimaautomatik mit digitaler Anzeige sowie Fahrtlichtautomatik und Regensensor.

Wer das IKI-Pack (von japanisch Iki na = schick) ordert, dem werden zusätzlich 16 Zoll große Leichtmetallfelgen sowie dunkel getöntes Glas für die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe spendiert.

Ein Cube mit KAADO-Pack (von japanisch kaado = Karte) ist auch kommunikationstechnisch auf dem neuesten Stand. Verfügt er doch über das kompakt bauende und voll integrierte Navigations- und Entertainment-System NISSAN Connect inklusive Rückfahrkamera. Die intuitiv bedienbare Anlage verfügt über das auf einer 4GB großen SD-Karte gespeicherte Kartennetz von ganz Westeuropa und gibt Instruktionen und Empfehlungen in acht Sprachen. Der fünf Zoll große und farbige Touchscreen erlaubt eine Darstellung in 2D und 3D. Dank RDS-TMC-Funktion wird der Fahrer blitzschnell über aktuelle Verkehrsstörungen informiert und mit Ausweichrouten versorgt.

Das Connect-System umfasst des Weiteren ein AM/FM-Radio, einen CD-Spieler, Eingänge für MP3-Player und USB-Sticks sowie eine Bluetooth®-Schnittstelle zum drahtlosen Betrieb von Mobiltelefonen inklusive Telefonbuch und Anruflisten. Alle Telefon- und Audiofunktionen lassen sich bequem über Tasten am Lenkrad bedienen; die Funktionen des Navigationssystems dagegen werden direkt über den Touchscreen des Connect-Systems bedient.

Auch wenn das asymmetrische Heck des Cube das Einparken bereits deutlich erleichtert, verlieren selbst engste Lücken ihren letzten Schrecken durch die integrierte Rückfahrkamera. Das auf der Hecktür montierte „Auge“ sendet nach Einlegen des Rückwärtsganges ein farbiges Bild auf den Navigationsbildschirm, farbige Hilfslinien helfen beim exakten Einschätzen der verbleibenden Zentimeter.

Für Besitzer, die ihren Cube noch weiter personalisieren wollen, offeriert Nissan eine große Auswahl an speziellen Accessoires, die weit über übliche Extras wie eine Anhängerkupplung oder einen Dachgepäckträger hinausgehen.

Serienausstattung CUBE

  • Panoramaglasdach mit Shoji Shade
  • manuelle Klimaanlage
  • elektrische Fensterheber vorn und hinten
  • sechs Airbags
  • Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer
  • Doppel-DIN Radio-CD-Kombination mit AUX-Eingang und Bluetooth®-Schnittstelle
  • verschieb- und geteilt umlegbare Rückbank
  • elektrische einstellbare Außenspiegel in Wagenfarbe
  • ESP
  • Nebelscheinwerfer

ZEN Paket zusätzlich mit:

  • Klimaautomatik, Fahrtlichtautomatik, Regensensor, Intelligent Key und Start/Stop-Knopf

 

IKI Pack (zusätzlich zum ZEN Paket)

  • 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, getönte Seitenscheiben ab B-Säule, getönte Heckscheibe

KAADO Pack (zusätzlich zum IKI Pack)

  • NISSAN Connect: Satelliten-Navigationssystem und integriertes Multikommunikations-Paket, Rückfahrkamera, flexible Kofferraumabdeckung

Optional

  • Metallic-Lackierung

SICHERHEITS-KUBUS

Der Cube soll Menschen nicht nur sehr komfortabel, sondern auch sicher ans Ziel bringen. Daher gab ihm Nissan ein vollwertiges Sicherheitspaket – darunter ESP und sechs Airbags – sowie eine hochfeste Sicherheitszelle mit auf den Weg.

„Ein Cube wird regelmäßig mit mehreren Passagieren unterwegs sein. Daher genoss deren Sicherheit Priorität in der Entwicklungsphase. Zugleich finden die meisten Fahrten in der Stadt statt. Daher sichert eine mit energieabsorbierenden Materialien versehene Frontpartie einen bestmöglichen Fußgängerschutz.“
Pierre Loing, Vice President Product Planning, Nissan Europe

Auf einen Blick

  • ESP ist Standard
  • Sechs Airbags, darunter Kopfairbags für vorn und hinten
  • Hochfeste Sicherheitszelle
  • Fußgängerfreundliche Gestaltung der Bugpartie

Maximaler Schutz
Sicherheit genoss erste Priorität während der Entwicklung des neuen Cube. Beleg dafür ist das Nissan-eigene „Zone Body Concept“ mit der maximalen Insassenschutz bietenden zentralen Fahrgastzelle als wichtigstem Stützpfeiler. Die eingeleitete Aufprallenergie verzehren solide Rahmenlängsträger und computerberechnete Knautschzonen im Front- und Heckbereich.

Zwei vordere Querträger, eine weitere Quertraverse unter den hinteren Sitzen, verstärkte Türschweller und ein Lenkungsquerträger bilden zusammen mit speziellen Längsträgern und Querstreben im Dach die schützende Sicherheitszelle. Verstärkungen im unteren Bereich der Türen sowie zusätzliche Profile auf Höhe der Taille spenden Schutz bei einem seitlichen Aufprall.

Das elektronische Stabilitätssystem ESP gehört ebenso wie ein sechsteiliges Airbag-Paket zur Serienausstattung eines jeden Nissan Cube. Im Einzelnen besteht es aus einem Fahrer- und Beifahrer-Luftsack, zwei in den Sitzen montierten Seitenairbags zum Schutz von Becken und Thorax sowie im Dach untergebrachten Kopfairbags. Letztere erstrecken sich über die gesamte Länge des Innenraums. So bieten sie unabhängig von der aktuellen Position der verschiebbaren Rückbank immer den besten Schutz für den Kopfbereich.

Besonders tragefreundliche Gurte
Alle fünf Sitzplätze sind mit Dreipunkt-Sicherheitsgurten bestückt, die vorderen zusätzlich mit Gurtspannern und Gurtkraftbegrenzern. So wird zusammen mit den Airbags verhindert, dass die Insassen bei einem Unfall durch die Gurte unnötig stark belastet und unter Umständen sogar durch sie verletzt werden. Die im Cube eingesetzten Sicherheitsgurte sind leichter und reibungsärmer als konventionelle Gurte – je komfortabler sie beim Anlegen sind, desto eher fühlen sich die Insassen bemüßigt, sie auch bei extrem kurzen Fahrten immer anzulegen.

Bestmöglichen Schutz für die unteren Extremitäten eines Fußgängers sichern die energieschluckenden Materialien im Frontstoßfänger. Doch auch der Windlauf, die Motorhaube und die vorderen Kotflügel wurden so gestaltet, dass sich das Risiko für Kopfverletzungen verringert.

Zugleich hat Nissan mechanische Komponenten wie den Kühler so positioniert, dass sie bei Bagatellunfällen unbeschädigt bleiben.

DER PERSONALISIERTE CUBE

Schon ein serienmäßiger Cube ragt aus der grauen Masse der übrigen Automobile heraus. Wem das noch nicht genug ist, für den hat Nissan ein spezielles Zubehör-Programm aufgelegt. Die Extras sind teils spaßig und abgedreht, teils praktisch und funktional. Und in jedem Fall stark individualisierend.

„Der Cube ist ein Ausdruck der Persönlichkeit seines Besitzers – unser breit gefächertes Zubehörprogramm erlaubt ihm eine noch stärkere Personalisierung seines vierrädrigen Favoriten. Einige Accessoires sind sehr rational, andere einfach nur cool und spaßig. Mein Favorit? Die Ablagematte „Fluffy“ aus langflorigem Teppichstoff für das Armaturenbrett!”
Vincent Wijnen, Vice President Marketing, Nissan Europe

Auf einen Blick

  • Karosserie-Dekors und individuelle Leichtmetallfelgen
  • Stilvolle Applikationen in Chrom-Optik
  • Coole Ambientebeleuchtung für den Fußraum
  • Praktische Ablagehilfen
  • Dreijahres-Garantie von Nissan auf alle Teile

Kubismus à la Nissan
Sie mögen es glauben oder nicht: Es gibt Cube-Besitzer, denen das Serienprodukt noch nicht individuell genug ist. Diesen Leuten kann Nissan helfen. Mit einem Zubehörkatalog, der von praktischen bis frivolen Accessoires alles bietet, was das Herz eines Cube-Fans höher schlagen lässt.

Die gute Nachricht vorab: Alle Teile können über die Nissan-Händler bezogen werden und genießen die gleiche Dreijahres-Garantie wie das übrige Auto, wenn sie mit ihm zusammen gekauft werden. Das Angebot reicht von Zierteilen in Chrom-Optik über verschiedenfarbige Leichtmetallfelgen bis zu Dekor-Sets für die Karosserie und eine stimmungsvolle Ambiente-Beleuchtung für den Fußraum.

Mit einem umfangreichen Teilesatz in Chrom-Optik lässt sich zum Beispiel das Exterieur wirkungsvoll veredeln: Der Kühlergrill erhält ein dunkel verchromtes Finish samt eines coolen 3D-Matrixdesigns. Ringe für die Nebelleuchten, eine Zierleiste für die Heckklappe und Spiegelkappen aus dem gleichen Material komplettieren das Glanz-Paket.

Spezielle Seitenschutzleisten und chromierte seitliche Schwellerrohre bieten erhöhten Schutz vor Kratzern und Schrammen. Ein in Wagenfarbe lackierter Dachspoiler gibt dem Cube einen Hauch Sportlichkeit.

Individuelle Leichtmetallfelgen
Speziell für den Cube gestylte 16-Zoll-Leichtmetallfelgen sind ein optisches Highlight des Zubehörangebots. Es gibt sie in Silber, Anthrazit oder – besonders schick – in Weiß. Alternativ steht auch eine markante Radzierblende zur Wahl. Um die wertvollen Felgen gegen Diebstahl zu schützen, bietet Nissan abschließbare Radbolzen an.

Für das Interieur offeriert Nissan eine Mischung aus intelligenten, modischen oder einfach nur witzigen Details. Die inneren Türgriffe zum Beispiel haben Aussparungen für flexible Utensilienhalter– Gummibänder in Orange, Silber oder Schwarz –, mit denen sich Papiere, Stifte oder ein iPod festklemmen lassen. Ein praktischer Einsatz für den Getränkehalter ist der ideale Aufbewahrungsort für Handy, Stifte, Parkzettel und weiteren Kleinkram.

Praktische Haken – in diversen Farben und mit einem Wellendesign verziert – lassen sich an verschiedenen Stellen im Innenraum anbringen. Perfekt zum Aufhängen von Schlüsseln, kleinen Taschen oder Einkaufstüten.

Färbe mich Rot (oder Weiß, oder...)
Noch mehr Farbe ins Spiel bringen Cube-Besitzer durch einen achtteiligen Satz farbiger Applikationen, die rund um die Lüftungsdüsen und die Fensterhebertasten angebracht werden. Zur Wahl stehen rote, weiße, schwarze und silberne Teile sowie ein Satz in Kohlefaser-Anmutung.

Das Spiel mit Farben setzt sich fort in einem indirekt illuminierten Fußraum für Fahrer und Beifahrer. Freunde einer stimmungsvollen Ambiente-Beleuchtung haben die Wahl zwischen LEDs in neun unterschiedlichen Farben, deren Leuchtkraft individuell einstellbar ist. Die Lightshow an Bord des Cube wird ergänzt durch beleuchtete Getränkehalter und Einstiegsleisten. Ein heimeliges Gefühl erzeugen dagegen Teppichböden aus Velours oder die Ablagematte „Fluffy“ aus langflorigem Teppich für die Oberseite des Armaturenbretts.

Gut organisiert
Nissan hat daneben auch noch sehr praktische Extras für den trendigen Cube im Angebot: zum Beispiel einen Ladekantenschutz oder rutschfeste Matten. Vordere und hintere Einparkhilfen mit je vier Sensoren bewahren den Cube ebenso wie Schmutzfänger vor kleineren Schäden beim Parken oder durch Steinschlag. Auch eine abnehmbare Anhängerkupplung ist zu bekommen, desgleichen ein Fahrradträger, ein Dachträger und Skiboxen.

Der Eiszeit-Cube
Die vielleicht witzigsten Zubehörteile sind die beiden Dekor-Sets für die Außenhaut des Cube. Der eine Aufkleber-Satz hat „natürliche Elemente“ zum Thema, der zweite entführt den Cube in kältere Klimazonen – mit Ice-Cube-Motiven samt dreidimensionalem Ice Cube-Logo.

„Der Cube spricht Individualisten an. Und diese Individualisten wollen, dass sich ihr Cube von einem standardmäßigen Markenkollegen abhebt. Alle speziell für den Cube entwickelten Accessoires wurden voll getestet und entsprechen sämtlichen von Nissan aufgestellten Standards bezüglich Haltbarkeit und Qualität“, betont Laurent L’Epine, Vice President After Sales, Nissan Europe. „Aber sie erfüllen genauso auch unseren Anspruch in Sachen Spaßfaktor – und passen damit perfekt zum selbstbewussten Charakter des Cube.“

DIE CUBE-STORY

Nach einer Million in Japan verkauften Autos und zwei Modellgenerationen schickt Nissan den Cube nun auf Weltreise. Dies ist seine bisherige Erfolgsgeschichte...

„Von der Popularität des ersten Cube waren wir nur verblüfft, doch vom Erfolg der zum Kultgegenstand erhobenen zweiten Generation dann geradezu überwältigt. Jetzt blicken wir gespannt den Reaktionen auf die dritte Version entgegen...“
Pierre Loing, Vice President Product Planning, Nissan Europe

Auf einen Blick

  • 1. Generation von 1998-2002
  • 2. Generation von 2002-2008
  • 3. Generation 2009-
  • Variationen des Themas:
    • Siebensitziger Cube3
    • Elektrostudie Denki Cube

Quadratisch, praktisch, gut
Der Cube ist die Lösung für ein spezifisch japanisches Problem: Die überfüllten Straßen des Inselreiches verlangen nach kompakten Wagen, die zugleich genügend Platz für Familien bieten. Nissans Antwort auf dieses Anforderungsprofil war ein Auto, dass dank eines hohen und quadratisch anmutenden Aufbaus mehr Platz als vergleichbare Modelle besaß – ohne im Gegenzug mehr Verkehrsfläche zu besetzen. Der Name für das kubische Gefährt drängte sich quasi von selbst auf.

Aufbauend auf der Bodengruppe des Nissan March (Micra in Europa) übernahm der erste Cube die meisten Stylingelemente noch von seinem Genspender. Das Design war konservativ, doch füllte der Neuling trefflich die Lücke zwischen dem Micra und dem größeren Sunny.

Der 1998 eingeführte Cube I wurde vom bekannten 1,3-Liter-Vierzylinder-Motor des Micra angetrieben, der seine Kraft über eine Vierstufen-Automatik auf die Vorderräder abgab. Zu den wichtigsten Optionen des ausschließlich in Japan vertriebenen Modells zählten eine Version mit Allradantrieb und ein stufenloses CVT-Getriebe.

Die Legende rollt an
Nach vier Jahren Laufzeit legte Nissan 2002 mit dem zweiten Cube dann den Grundstein für eine kleine automobile Legende. Denn das von Designer Hirotada Kuwahara gezeichnete Modell führte erstmals die bis heute so unverwechselbare Form des Cube ein.

Als der in jeder Hinsicht unkonventionelle Cube II erschien, unterschied er sich radikal von allem, was sonst auf japanischen Straßen fuhr. Der streng vertikale Aufbau verband gerade Linien mit gerundeten Ecken. Gekrönt wurde die Design-Ikone von einem asymmetrischen Heckfenster, das sich auf der Beifahrerseite nahtlos um die C-Säule herumzog.

Der Cube II basierte auf der Bodengruppe des March (Micra) der dritten Generation; der 1,3-Liter-Benziner wurde erneut mit Automatik oder CVT-Getriebe verblockt. Obwohl auch diesmal nicht für den Export vorgesehen, erwarb der Kultbegründer über das Internet sowie Artikel in Mode-, Design- und Automobilfachzeitschriften schnell internationale Reputation. Bald machten sich erste Länder für eine Einfuhr des originellen Japaners stark – doch war es ironischerweise gerade die Heckpartie, welche eine Verbreitung außerhalb Japans verhinderte.

Das Problem der Asymmetrie
Das große Hindernis hieß Linksverkehr – wie er neben Japan auch in Großbritannien, Indien, Australasien und Teilen des südlichen Afrikas bis heute üblich ist. Um den Cube auf Märkten mit Rechtsverkehr – vor allem Europa und Nordamerika – verkaufen zu können, wäre eine komplette Neukonstruktion nötig gewesen. Entweder hätte Nissan das asymmetrische Layout ganz eliminieren oder den Cube – wie nun beim Cube III – in zwei spiegelbildlichen Ausprägungen anbieten müssen. Erschwerend hinzu kamen die in Japan übliche Lenkradschaltung und der fehlende Diesel. So nahm es nicht Wunder, dass Begehrlichkeiten aus Übersee mit Hinweis auf die hohen Umbaukosten schon im Keim erstickt wurden.

Selbst ein Rechtslenker-Markt wie Großbritannien wurde nicht mit dem Cube beglückt. Die teuren, für eine Homologation jedoch unumgänglichen Modifikationen sprengten den finanziellen Rahmen. So kamen nur wenige Autos als persönliche (Grau) importe nach Europa – speziell nach England, wo ein besonders rühriger Cube Owners Club existiert.

 

In die Länge gestreckt
Den Cube II hielt Nissan bis 2008 im Programm – er erfuhr in dieser Zeit deutlich mehr Änderungen und Verbesserungen als sein Vorgänger. Schon 2004 stellte man ihm den Cube3 oder Cubic zur Seite – eine gestreckte Variante mit sieben Sitzplätzen. Mit einem von 2.360 auf 2.600 Millimeter verlängerten Radstand und einer von 3.730 auf 3.900 Millimeter gewachsenen Länge bot der Cubic noch mehr Raum. Doch bedurfte es höchstens durchschnittlich großer japanischer Insassen, um den Kubisten bis auf den letzten Platz zu füllen. Beim neuen Cube geht es jedenfalls deutlich kommoder zu – er bringt fünf Passagiere in einer nochmals 80 Millimeter längeren Kabine unter.

2005 profitierten Cube und Cubic von einem neuen Motor – dem 1,5-Liter-Aggregat der HR-Reihe aus dem neu vorgestellten Nissan Tiida. Zugleich bot Nissan als Option den neu entwickelten Allradantrieb e4WD an.

Dieses System kam ohne die sonst mit einem 4x4-Antrieb verbundenen Gewichts- und Kostennachteile aus. Das Zusatzgewicht beschränkte sich auf 80 Kilo, auch der Verbrauch wurde kaum negativ tangiert. Der die Hinterräder nur bei Bedarf antreibende E-Motor fand nebst elektromagnetischer Kupplung und Reduktionsgetriebe unter dem Kofferraumboden Platz. Ergänzt wurde das Paket um einen vom Verbrennungsmotor angetriebenen Generator und ein Steuergerät für den Allradantrieb.

Erst wenn die Steuerzentrale Schlupf an der Vorderachse meldete, setzte der Elektromotor mit seiner Arbeit ein – durch die zusätzlich angetriebenen Hinterräder verdoppelte sich bei niedrigen Geschwindigkeiten dann das Gripniveau. Bei schnellerer Fahrt schaltete sich das kostengünstige und vergleichsweise simple e4WD-System dagegen automatisch ab.

Cube unter Strom
Auf der New York Auto Show des Jahres 2008 erschien mit dem Denki (japanisch für elektrisch) Cube eine Studie mit Elektroantrieb und Lithium-Ionen-Batterien. Journalisten und andere interessierte Beobachter aus aller Welt erhielten Gelegenheit, tiefer in die Geheimnisse dieses Vorzeigeobjekts einzutauchen und sich von der hohen Elektrowagen-Kompetenz Nissans zu überzeugen. Was damals noch keiner ahnte – unter der Haut des Stromers steckte bereits der Antriebsstrang des Nissan LEAF, dem ersten für eine Großserienfertigung bestimmten Elektroauto des Unternehmens.

In den ersten zehn Jahren hat Nissan in Japan über eine Million Cube verkauft. Dort ist die dritte Generation schon seit Ende 2008 zu haben, Nordamerika – wo der Wagen mit einem 122 PS starken 1,8-Liter-Motor und optionalem e4WD-Antrieb ausgestattet wird – folgte Mitte 2009. Nun ist Europa an der Reihe – und es scheint, als würde die Cube-Story erst jetzt richtig spannend werden.

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