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Frontlenker-Konzept: Wendiger bei konkurrenzloser NutzlängeNew_Cabstar_10
  • Einfaches Handling auch bei beengten Platzverhältnissen
  • Konkurrenzloses Verhältnis von Nutzlänge zu Ladelänge
  • Viele praktische Ablagen, alltagstaugliches Interieur

Im Gegensatz zu den meisten europäischen, als Kurzhauber auf Transporterbasis konzipierten Nutzfahrzeugen im Bereich von 2,8 bis 3,5 Tonnen bleibt der Cabstar dem bewährten Frontlenker-Konzept treu und nutzt dessen konzeptionelle Vorteile. Gerade bei Einsätzen in Ballungsräumen ist die Frontlenker-Bauweise günstig. Bei gleicher Nutzlänge baut der Frontlenker kürzer, weil er den Platz unter dem Fahrerhaus für den Motor nutzt. Auch erlaubt der Frontlenker kürzere Radstände im Verhältnis zur Gesamtlänge. Das ermöglicht kleinere Wenderadien und einfacheres Handling bei beengten Platzverhältnissen.

Neuer Rahmen-Baukasten
Die neue Plattform des Cabstar auf Lkw-typischer Leiterrahmen-Basis wird in zukünftigen Nissan-Trucks weltweit eingesetzt, was für die Flexibilität und Vielseitigkeit dieses Systems spricht. Zusammen mit den Frontlenker-Kabinen ergibt sich eine ideale Kombination von Wendigkeit und Tragfähigkeit.

Der unter der Kabine platzierte Motor bietet zudem ideale Effizienz: Maximale Ladelängen bei minimaler Gesamtlänge sind so möglich. Die durchweg gerade verlaufende Rahmenoberkante ist reparaturfreundlich und erleichtert die Arbeit der Aufbau-Hersteller wesentlich. Zahlreiche konstruktive Merkmale verbessern zudem das Crashverhalten.

Insgesamt bietet der Leiterrahmen also viele Vorteile im Vergleich zu selbsttragenden Transporter-Konstruktionen. Seine Robustheit und die durch die Rahmenstruktur einfache Anpassung sehr spezifischer Aufbauten machen den Cabstar zu einem der beliebtesten Basisfahrzeuge in der Branche.

Immerhin sind rund 20 Prozent der leichten Nutzfahrzeuge in Europa Frontlenker. Der Cabstar führte hier 2006 mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von acht Prozent den europäischen Markt an. Die stärksten Märkte des Cabstar sind Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Irland und die Schweiz.

Mit noch niedrigeren Betriebskosten, höherem Nutzwert und mehr Komfort beim neuen Modell will Nissan diese Erfolgsgeschichte fortsetzen und erwartet in den nächsten Jahren deutliche Zugewinne auf diesem Sektor.

Neues Gesicht im Familien-Design
Der modifizierte Kühlergrill samt neuem und größerem Unternehmens-Logo reiht den Cabstar Jahrgang 2006 nahtlos in die Nissan-Nutzfahrzeug-Familie ein. Mit Kubistar, Primastar, Interstar, NP300 PICK UP und Cabstar kann Nissan nun auf dem deutschen Markt eine Transporterfamilie bis zu 4,5 Tonnen Gesamtgewicht anbieten. Nach oben rundet das Programm der Leicht-Lkw Atleon mit Gesamtgewichten bis zu 15 Tonnen ab.

In Übereinstimmung mit der Nissan-Philosophie haben die Designer dem Cabstar ein zeitgemäßes, glattes und schnörkelloses Gesicht gegeben. Seine klaren Züge verdankt er vor allem den hochgestellten Scheinwerfern mit ihren fünfeckigen Gehäusen sowie dem glatt gestalteten Grill, der das Augenmerk auf das Nissan-Logo lenkt. Die großen Lampen und Blinker sind auch im dichtesten Verkehrsgetümmel kaum zu übersehen. Optionale Nebellampen integrieren sich harmonisch in die Frontschürze.

Fließende Linien und die beinahe senkrecht stehende Front verleihen dem neuen Cabstar eine betont zweckmäßige Ausstrahlung und unterstreichen die Verwandtschaft zum großen Bruder Atleon. Die Türen reichen nun über die erste Stufe hinweg bis hinunter auf die Höhe des Stoßfängers und schützen so diese Stufe vor Verschmutzung. Die deutlich größere Windschutzscheibe und die tief herunter gezogenen Seitenscheiben sorgen für optimale Sichtverhältnisse bei gleichzeitig moderater Sonneneinstrahlung. Nissan hat bei der Gestaltung versucht, die Wünsche der Betreiber und der Fahrer gleichermaßen zu berücksichtigen und ein ebenso attraktives wie eigenständiges Fahrzeug mit einem geräumigen und komfortablen Fahrerhaus zu entwickeln.

Kompakter Frontlenker
Das intelligente Frontlenker-Design (engl.: „Cab-Over-Engine“) des Cabstar beschert dem Nutzer ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort. Vor allem aber sorgt es für kompakte Außenabmessungen, sitzt doch der Fahrer fast direkt über Motor und Vorderachse. Als echter Frontlenker überzeugt er jedoch auch durch maximale Laderaumkapazität. So sind im Regelfalle 71 Prozent der Gesamtlänge als Ladelänge nutzbar. Im Extremfall, unter Maximierung des hinteren Überhangs, sind es sogar bis zu 75 Prozent nutzbare Ladelänge.

Die offensichtlichsten Änderungen erfuhr der Cabstar in der Raumaufteilung der kippbaren Einzelkabine und der rahmenfest montierten Doppelkabine. Im Vergleich zum Vorgänger legte das Fahrerhaus um 80 Millimeter an Höhe und um 100 Millimeter an Länge zu. Die großen Glasflächen und die weniger stark geneigten A-Säulen vermitteln ein großzügiges Raumgefühl mit einem deutlichen Plus an Kopf- und Beinfreiheit. Obwohl der neue Cabstar in der Außenbreite nur um 70 mm zugelegt hat, wuchs die nutzbare Innenbreite um 150 Millimeter – und damit um ganze acht Prozent - im Vergleich zum Vorgängermodell. Diesen Kunstgriff an Raumgewinn erreichten die Konstrukteure durch behutsame Änderungen an den Türausschnitten, den Armlehnen und den Türgriffen.

Intelligente Ablagen und Bordcomputer
Anleihen bei den neuesten Nissan-Pkw-Modellen führten zu einem Interieur mit einer für einen Lkw eher untypischen, hochwertigen Pkw-Anmutung. Mehr denn je erleichtern nun intelligent gestaltete Ablagen den Arbeitsalltag des Fahrers.

Das Armaturenbrett ist klar dreigeteilt in die Bereiche Fahren, Unterhaltung und Stauraum. Neu gestylte Rundinstrumente und ein optionaler vollwertiger Bordcomputer halten den Fahrer über die wichtigsten Fahrzeug-Parameter auf dem Laufenden. Dazu gehören neben anstehenden Wartungsterminen auch Hinweise auf den aktuellen und durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch und sogar Schaltempfehlungen für eine wirtschaftliche Fahrweise. Darüber hinaus lassen sich so wichtige Daten wie der Ölstand, die Tankreichweite, die Durchschnittsgeschwindigkeit und die Uhrzeit abrufen. Über dem Armaturenbrett und damit direkt vor dem Fahrer erlaubt ein A4-großes Fach die rutschsichere Unterbringung der Fracht- oder Ladungspapiere. Die lästige Spiegelung durch die Verlegenheitsablage oben auf dem Armaturenbrett (falls die Papiere nicht ohnehin schon im Fußraum gelandet sind) gehört damit der Vergangenheit an.

New_Cabstar_8Gekühltes Handschuhfach
Die Zone direkt vor dem Mittelsitz kombiniert Einbauraum für alle elektronischen Systeme wie Radio, Navigation oder Tachograph mit weiterem Stauraum und den Bedienelementen für Klima, Heizung und Lüftung. Praktisch nicht nur im Sommer: Im unteren Bereich der Mittelkonsole nimmt ein von der optionalen Klimaanlage gekühltes Fach zwei Wasserflaschen im Halbliter-Format auf. Ganz obenauf findet sich ein weiteres Fach für Papiere bis A4-Größe. Der Stauraum vor dem äußeren Beifahrer besteht aus einem abschließbaren Handschuhfach (sofern kein Beifahrer-Airbag installiert ist) und einer flachen Dokumententasche darunter.

Noch mehr Stauraum bietet die geräumige Dachablage über der Windschutzscheibe. Ein offenes Fach kann ganze Bücher und Dokumente größer als A4 aufnehmen. An der Unterseite der Dachablage, vor unerwünschten Blicken durch die hochgeklappte Sonnenblende verdeckt, finden sich Halteclips für Tankkarten, Parktickets oder Tankquittungen.

Vertiefungen in der Mittelkonsole nehmen Münzen, Kugelschreiber oder anderen Kleinkram auf. Eine weitere Ablagebox für größere Gegenstände ist hinter den Sitzen an der Kabinenrückwand angebracht. Durch die Lücke zwischen den Sitzen oder durch Umklappen der mittleren Rückenlehne ist sie leicht erreichbar. Bei den Doppelkabinern lässt sich die Rücksitzbank flachlegen. So ergibt sich ebenfalls zusätzlicher Stauraum.

Vier verstellbare Lüftungsöffnungen sorgen für genügend Frischluftzufuhr auf allen Plätzen, eine optionale Klimaanlage führt gekühlte und getrocknete Luft im Sommer zu. Besonders clever: Die beiden Becherhalter am äußeren Ende des Armaturenbretts sind so platziert, dass darin abgestellte Getränke von den Lüftungsöffnungen mit warmer, beziehungsweise gekühlter Luft umströmt werden. Die Doppelkabiner sind übrigens serienmäßig mit einem separaten Wärmetauscher für die Hinterbänkler ausgestattet.

Der digitale Tachograph findet seinen Platz in einem der beiden freien DIN-Schächte in der Mittelkonsole. Hier ist er am besten zu bedienen, der integrierte Drucker gut erreichbar – etwa für den Ausdruck von Berichten für den Fahrer und den Disponenten und für den Wechsel der Thermopapier-Rolle.

Ergonomischer Fahrerplatz
Der Fahrerplatz des Cabstar wurde ebenfalls in seinen Abmessungen und Proportionen neu gestaltet. Dazu gehört eine komplett neue Pedalerie sowie eine in Höhe und Neigung einstellbare Lenksäule. Der Einstellbereich der Sitze ist jetzt deutlich größer. Frische Bezugsstoffe, neue Türverkleidungen und Bodenbeläge werten die Kabine zusätzlich auf.

Bei einigen besonders hochwertigen Ausstattungsmerkmalen diente einmal mehr das Nissan Pkw-Programm als Inspiration.

Da die Lenksäule sowohl höhen- wie neigungseinstellbar ist, finden auch unterschiedliche Fahrerstaturen hinter dem neuen Zweispeichen-Lenkrad eine optimale Sitzposition. Für den Blick nach hinten sorgen zwei große Außenspiegel, die sowohl elektrisch einstell- als auch beheizbar sind. Die Frontscheibe ist ganz bequem aus dem Stand erreichbar. Im Vergleich zum Kurzhauber erleichtert dies das standsichere Reinigen der Frontscheibe ganz entscheidend und senkt die Unfallgefahr. Ansonsten ist für die Reinigung der Scheibe eine leistungsstarke Scheibenwaschanlage mit vier Düsen zuständig.

Anfahr-Assistent „Easy Hill Start“
Eine sehr sinnvolle Zusatzausstattung der Ausstattungslinien Comfort und Premium ist das „Easy Hill Start“ System (EHS): Stoppt der Fahrer in einer Steigung, hält das System wie bei einer elektronischen Handbremse die Bremsen geschlossen, so dass der Cabstar auf keinen Fall rückwärts rollen kann. Beim Wiederanfahren bleibt die Bremse auch nach dem Wechsel des Fußes auf das Gaspedal so lange geschlossen, bis das System ausreichend Antriebsmoment an der Kupplung registriert und die Bremse löst. Mit dem EHS gelingen selbst schwierige Anfahrsituationen am Berg ausgesprochen geschmeidig und vor allem kupplungsschonend. Damit wird EHS durch seine verschleißsenkende Wirkung zu einem entscheidenden Wirtschaftlichkeitsfaktor.

Servicefreundliche Kippkabine
Die Einzelkabine bietet Platz für drei, die viertürige Doppelkabine für bis zu sechs Insassen. Beim Viertürer sind die Sitzflächen der hinteren Reihe hochklappbar. Dadurch lässt sich der Stauraum erweitern. Durch die kippbare Einzelkabine ist ein sehr schneller und offener Zugang zum Motor für Reparatur- und Wartungsarbeiten möglich – auch dies ist ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil im Vergleich zum Kurzhauber. Ein Fahrzeug mit kippbarer Kabine – wie es der Cabstar ist - verkürzt nach Nissan-Erfahrungen die Wartungszeit um rund 35 Prozent. Allein der Tausch von Kraftstoff- und Ölfilter geht um 50 bzw. 25 Prozent schneller vonstatten als bei nicht kippbaren Konzepten. Bei der rahmenfest montierten Doppelkabine sind der Motor und alle seine Nebenaggregate über die aufklappbaren vorderen Sitze ebenfalls bequem und schnell erreichbar.

Robust und trotzdem nutzlaststarkNew_Cabstar_1
In seiner am meisten nachgefragten Version als 3,5-Tonner bietet der Cabstar eine Fahrgestell-Tragfähigkeit zwischen 1.632 und 1.795 Kilogramm (je nach Motor und Radstand, im fahrbereiten Zustand inkl. Fahrer 75kg). Aber auch der leichte 2,8-Tonner liegt mit 1.095 Kilogramm für Aufbau und Nutzlast im oberen Bereich der Konkurrenz. Sind mehr als 2.500 Kilogramm an Fahrgestell-Tragfähigkeit für besonders schwere Einsätze gefragt (zum Beispiel Kühlkoffer mit Kühlaggregat oder Kipper), ist der 4,5-Tonner der geeignete Kandidat: Er darf zwischen 2.386 und 2.684 Kilogramm tragen.

Außergewöhnlich für einen Transporter dieser Größe ist die maximale Anhängelast von 3.500 Kilogramm (für 3,5 und 4,5 t zGG). Im Gespann mit einem Anhänger dieser Größe ist ein 3,5-Tonner-Cabstar für rund 3.500 bis 3.700 Kilogramm reine Nutzlast gut.

Standard-Aufbauten bis 4,47 Meter Länge
Mit dem langen Radstand darf der Cabstar als Einzelkabiner bis zu 4,91 Meter lange und bis zu 2,20 Meter breite Aufbauten tragen. Für den mittleren und kurzen Radstand sind 3,67 Meter beziehungsweise 2,97 Meter die Standard-Längen für den Aufbau. Unter Ausnutzung des maximal möglichen hinteren Überhangs ergeben sich Maximal-Ladelängen von 3,47, 4,13 und 4,91 Meter. Die Doppelkabine verkürzt die Ladelängen jeweils genau um 1.000 Millimeter.

DREI EURO-4-DIESEL MIT BIS ZU 150 PSNew_Cabstar_4

  • Euro-4 ohne Additivzugabe
  • Antrieb über Fünf- und Sechsgang-Getriebe und ab 3,5 t zwillingsbereifte Hinterräder
  • Wartungsintervalle von 30.000 Kilometern

Die neuen Motoren des Cabstar erfüllen die ab Oktober dieses Jahres geltenden Euro-4-Abgasvorschriften. Realisiert werden die strengen Vorschriften mittels Abgas-Rückführung und optimierter Einspritzung. Die neuen Motoren sind dabei stärker, elastischer, sparsamer, weniger wartungsintensiv und natürlich sauberer als ihre Vorgänger.

Common-Rail-Einspritzsysteme der neuesten Generation, Abgasrückführung und ein Oxidationskatalysator ermöglichen die Einhaltung der strengeren Abgaslimits. Die Abgasrückführung übernimmt dabei einen wichtigen Part, nämlich die Reduktion des Stickoxidanteils. Durch die teilweise Rückführung der Abgase in den Brennraum und die Vermischung mit Frischluft lassen sich die für die Entstehung von NOx relevanten Brennraumtemperaturen senken. Auf den Einsatz eines Additivs in Form von Reduktionsmitteln („AdBlue“) konnte verzichtet werden.

Die Common-Rail-Einspritzung zeichnet ebenfalls für saubere Abgase und weniger Geräusch verantwortlich. Die hohen Einspritzdrücke von bis zu 1.600 bar erlauben eine extrem feine Zerstäubung des Kraftstoffs. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf den Verbrauch aus, sondern minimiert auch die Russbildung. Die durch das Common-Rail-Verfahren mögliche Mehrfach-Einspritzung nimmt der Verbrennung ihre harten Spitzen („Nageln“) und senkt dadurch spürbar Geräusch und Vibration.

Mehr Leistung, noch wirtschaftlicher
Die neue Einstiegsmotorisierung für den Cabstar ist der 2,5 Liter große Vierzylinder mit der Typbezeichnung YD25. Dieser Motor ist zwar einen halben Liter kleiner im Hubraum als der zuvor eingesetzte Dreiliter-Motor (BD 30), er ist aber auch deutlich leichter. Bereits in seiner Grundeinstellung mit 81 kW (110 PS) bietet er rund fünf PS mehr Nennleistung als sein Vorgänger mit größerem Hubraum. Die etwas stärkere Version des YD25 verfügt zusätzlich über Ladeluftkühlung und leistet mit 96 kW (130 PS) ebenfalls fünf PS mehr als die vergleichbare Vorgänger-Maschine.

Der YD25 ist ein Vierzylinder-Reihenmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Common-Rail-Einspritzung der zweiten Generation (1.600 bar). Das maximale Drehmoment von 250 beziehungsweise 270 Nm blieb im Vergleich zum Vorgänger nominal gleich, erstreckt sich aber beim YD25 über einen viel weiteren Drehzahlbereich. Die plateauförmige Drehmomentkurve generiert einen sehr harmonischen Leistungsverlauf mit hoher Elastizität.

Die deutlich gestiegene Leistungsentfaltung geht dabei nicht zu Lasten der Wirtschaftlichkeit. Im Gegenteil: Beide Versionen dieses Vierzylinders verbrauchen rund fünf Prozent weniger Diesel als die Vorgänger. Eine gute Nachricht für den Betreiber sind auch die von 20.000 auf 30.000 Kilometer deutlich verlängerten Ölwechsel-Intervalle.

Neu ist die Möglichkeit, den 96 kW-Motor (130 PS) mit einem Sechsgang-Getriebe zu kombinieren. Es verfügt über eine weitere Spreizung als das Fünfgang-Standard-Getriebe. Das erlaubt einerseits einen noch etwas länger übersetzten sechsten Gang, was zur Senkung der Drehzahl bei schneller Autobahnfahrt beiträgt. Andererseits ist der erste Gang des Sechsgang-Getriebes deutlich kürzer übersetzt, was Anfahrvorgänge mit hoher Last erleichtert und sich schonend auf die Kupplung auswirkt.

Hubraumstärkere Alternative
Lag die verfügbare Spitzenleistung beim alten Cabstar noch bei 125 PS, reden wir jetzt von für Fahrer und Betreiber deutlich attraktiveren 110 kW (150 PS) bei der Topmotorisierung.

Der drei Liter große ZD 30 unterscheidet sich, außer im Hubraum, vom kleineren 2,5-Liter durch Ladelüftkühlung und einen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie. Dieser schon bei niedrigen Drehzahlen ansprechende Lader ermöglicht kräftige 350 Nm maximales Drehmoment, das konstant über einen Bereich von 1.600 bis 3.000 Umdrehungen anliegt.

Auch dieser Motor ist optional mit einem Sechsgang-Getriebe kombinierbar, dessen deutlich kürzer übersetzter erster Gang Anfahrvorgänge mit hoher Auslastung und in schwieriger Topographie erleichtert. Es erleichtert Einsätze mit besonders vielen Stop&Go-Anteilen (z.B. Müllabfuhr) und langsame Kriechfahrten, wie sie im Baugewerbe und in kommunalen Einsätzen häufiger Vorkommen. Die 4,5-Tonner erhalten dieses Getriebe serienmäßig.

Selbstsperrendes Differenzial
Als zusätzliche Traktionshilfe ist serienmäßig eine automatisch einsetzende Differenzialsperre mit begrenztem Schlupf (47 Prozent) erhältlich (nicht für die 150 PS Version). Sie ist eine wirkungsvolle Anfahrhilfe auf problematischen Untergründen wie sie im Baueinsatz oder im Garten- und Landschaftsbau recht häufig vorkommen. Dreht ein Antriebsrad durch, braucht man sich um nichts zu kümmern: Die Sperrwirkung des Differenzials setzt automatisch bei Drehzahlunterschieden ein, so dass das nicht durchdrehende Rad automatisch mit Anfahrmoment versorgt wird. Wieder auf festem Untergrund kann man das automatische Differenzial auch nicht vergessen. Hoher Reifenverschleiß und Verspannungen im Chassis werden so vermieden.

Nennleistung und zulässiges Gesamtgewicht sind die Schlüsselgrößen für die Typbezeichnungen des neuen Cabstar. So steht zum Beispiel Cabstar 28.11 für einen 2,8-Tonner mit der 110-PS-Maschine. Anders herum trägt der 4,5-Tonner mit 130-PS-Motor die Kurzbezeichnung 45.13.

Dank des verringerten Serviceaufwandes und der Integration neuer Techniken ruft Nissan den Cabstar nur alle 30.000 Kilometer zum Service.

WANKSTABILES CHASSIS MIT HOHEN RESERVENNew_Cabstar_3

  • Robuster Lkw-Leiterrahmen mit hohen Nutzlastreserven
  • Einzelradaufhängung mit Querblattfeder und Zahnstangenlenkung vorn
  • Innenbelüftete Scheibenbremsen vorn und Motorbremse verzögern zuverlässig

Die Umstellung auf Zahnstangenlenkung ist eine der wichtigsten Merkmale des neuen Cabstar. Sie ist präziser und verbessert die Manövrierbarkeit spürbar: Trotz der größeren Kabine weist der neue Cabstar einen um 5,4 Prozent kleineren Wendekreis auf. Der Wendekreisdurchmesser des längsten Cabstar liegt bei 14 Metern, der des kürzesten Radstandes bei elf Metern.

Außerdem verfügen jetzt alle Versionen über eine verstärkte Bremsanlage mit Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterachse. ABS und die elektronisch geregelte Bremskraftverteilung sind gegen Aufpreis zu haben.

Mehr Sicherheit
Außerdem sind noch viele weitere Sicherheits-Funktionen für den neuen Cabstar erhältlich: Dazu gehören der serienmäßige Fahrer- und der optionale Beifahrer-Airbag, Gurte mit Gurtstraffern sowie Nebellampen vorn und doppelt helle Nebelschlussleuchten hinten. Die Türen sind mit einem Seitenaufprallschutz verstärkt, die vordere Stoßstange schluckt leichte Rempler ohne bleibende Verformung. Die größeren Glasflächen ermöglichen gute Rundumsicht, die Außenspiegel wurden vergrößert und sind gegen Aufpreis von innen elektrisch einstellbar.

Erprobtes und robustes Chassis
Das robuste Leiterrahmen-Chassis mit Hinterradantrieb dürfte für die meisten Cabstar-Anwender bekannt sein: Je ein Stabilisator an der Multilink-Vorderachse und an der über Mehrblatt-Parabelfedern geführten Hinterachse sorgen für ein äußerst wankstabiles Fahrverhalten auch bei hohen Lastschwerpunkten. Alle Varianten verfügen über verstärkte Federn und über Federweg-Stopper aus Kunststoff statt aus Gummi.

Die doppelt bereifte Hinterachse ist bei allen 3,5- und 4,5-Tonnern Standard, beim 2,8- und 3,2-Tonner sind einzelbereifte Hinterachsen Serie. Mit einer Ausnahme sind alle drei Radstände mit allen Motoren und Gesamtgewichten kombinierbar. Nur den 110-PS-2,8-Tonner gibt es nicht mit den 2.900- und 3.400-Millimeter-Radständen und den Doppelkabiner nicht mit dem kurzen Radstand.

Aufbauten ab Werk
Obwohl die meisten Kunden ihren Cabstar bei einem spezialisierten Aufbauer maßschneidern lassen, bietet Nissan für alle Modelle bis inklusive 3,5 t Standard-Pritschen in Alu ab Werk an. Dank des torsionssteifen Rahmens sind nur schwach dimensionierte Hilfsrahmen seitens des Aufbauherstellers notwendig.
Um bestmögliche Kommunikation mit den Aufbauern zu garantieren, hat Nissan ein Web-Portal geschaffen, über das sich registrierte Carossiers stets mit den neuesten technischen Daten und Aufbaurichtlinien versorgen können.

KONZENTRATION AUF DAS WIRKLICH WESENTLICHE

  • Fahrer-Airbag und selbstsperrendes Differenzial ab Werk
  • ABS und Fahrtenschreiber für den 4,5-Tonner serienmäßig
  • 6-Gang-Getriebe und Klimaanlage als attraktive Optionen

Nissan stattet den Cabstar ab Werk mit allem aus, was für den harten Alltagseinsatz wirklich von Nutzen ist. Dazu zählt folgende Ausrüstung:

  • Fahrer-Airbag
  • Dreipunktgurte und Gurtstraffer für die Außenplätze vorn
  • kippbares Fahrerhaus mit „Safety Lock“-Funktion (nur Einzelkabine)
  • digitaler Fahrtenschreiber (bei Cabstar 4,5t), optional für 3,5t
  • in Höhe und Neigung verstellbare Lenksäule
  • Drehstab-Stabilisator an Vorder- und Hinterachse
  • akustisches Warnsignal für „Licht an“
  • Drehzahlmesser
  • Radiovorbereitung mit Dachantenne und zwei Lautsprechern
  • Fondheizung (für Doppelkabine)
  • Antiblockiersystem (Standard für Cabstar 45; optional für die weiteren Tonnagen)
  • Differenzialsperre mit begrenztem Schlupf
  • Beifahrer-Doppelsitzbank
  • Umluftschaltung
  • getönte Verglasung

Die drei Ausstattungslinien „Pro“, „Comfort“ und „Premium“ unterscheiden sich wie folgt:

Wesentliche Serienausstattung Cabstar „Pro“:

  • Fahrerairbag
  • Differenzialsperre, mit begrenztem Schlupf an der Hinterachse (nicht für 150PS-Motorisierungen)
  • Fahrerhaus, kippbar, mit Safety Lock (nur Einzelkabine)
  • Zusätzliche Heizung im Fond (nur Doppelkabine)
  • ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung (nur für 4.5t)
  • Digitaler Tachograph (nur für 4.5t)
  • Elektrische Fensterheber (nicht für Rückfenster Doppelkabine)
  • Beheizte Rückspiegel
  • Tagfahrlicht
  • Verstärkte Federung Hinterachse

Wesentliche Mehrausstattung Cabstar „Comfort“ gegenüber Cabstar „Pro“:

  • Berganfahrhilfe "Easy-Hill-Start"
  • Nebelscheinwerfer
  • Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung
  • Wegfahrsperre
  • Außenspiegel, elektrisch einstellbar und beheizbar
  • Bordcomputer mit Multifunktionsdisplay
  • Polsterung und Innenverkleidung comfort
  • CD-Radio AM/FM

Wesentliche Mehrausstattung Cabstar „Premium“ gegenüber Cabstar „Comfort“:

  • Beifahrerairbag
  • Klimaanlage, manuell (zusätzliche Kühlung für Handschuhfach und Getränkehalter)
  • ABS

Zusätzlich sind folgende Optionen erhältlich:

Erhältliche Optionen Cabstar „Pro“:

  • ABS (optional für 2.8t, 3.2t und 3.5t, serienmäßig für 4.5t)
  • Digitaler Tachograph (optional nur für 3.5t, serienmäßig für 4.5t)
  • CD-Radio AM/FM
  • Aluminiumpritsche (Breite abhängig von Tonnage, nicht erhältlich für 4.5t und 35.13 Doppelkabine)
  • 6-Gang-Schaltgetriebe (nur für 35.13)

Erhältliche Optionen Cabstar „Comfort“

  • ABS (optional für 2.8t, 3.2t und 3.5t, serienmäßig für 4.5t)
  • Klimaanlage, manuell (zusätzliche Kühlung für Handschuhfach und Getränkehalter, nicht erhältlich für 28.11 und 32.11)
  • Digitaler Tachograph (optional nur für 3.5t, serienmäßig für 4.5t)
  • Aluminiumpritsche (Breite abhängig von Tonnage, nicht erhältlich für 4.5t und 35.13 Doppelkabine)
  • 6-Gang-Schaltgetriebe (nur für 35.13)

Erhältliche Optionen Cabstar „Premium“

  • Digitaler Tachograph (optional nur für 3.5t, serienmäßig für 4.5t)
  • Aluminiumpritsche (Breite abhängig von Tonnage, nicht erhältlich für 4.5t und 35.13 Doppelkabine)
  • 6-Gang-Schaltgetriebe (nur für 35.13)

Nissan bietet den Cabstar weiterhin in vier Außenfarben an: Schneeweiß, Laserrot, Ozeanblau Metallic und Quarzsilber Metallic. Zusätzlich sind diverse RAL-Töne als Sonderlackierung verfügbar.

Grundsätzlich geltende Einschränkungen:

  • 2,8- und 3,2-Tonner nicht als Doppelkabine erhältlich
  • 2,8-Tonner nur mit Radstand L1 erhältlich
  • 3,2-Tonner nur mit Radständen L1 und L2 erhältlich
  • 2,8- und 3,2-Tonner nur mit Motor 81 kW (110 PS)
  • Doppelkabine nicht in Verbindung mit L1 (kurzer Radstand)
  • 4,5-Tonner nur mit Motor 110 kW (150 PS)

Mai 2008

Der Vertrieb und die Wartung des Cabstars erfolgt in Deutschland ausschließlich über besonders geschulte und ausgerüstete Nissan Truck-Händler, die ebenfalls die Modelle Interstar und Atleon vertreiben. Diese Händler stammen zum Teil aus der Vertriebsorganisation von Volvo Trucks, mit der Nissan im Rahmen der IAA Hannover im September 2006 eine strategische Vertriebskooperation in mehreren europäischen Märkten bekannt gegeben hat.

 


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